Suchergebnisse zu usability

 

Alle 39 Artikel zu der Suche "usability" auf hogenkamp.com:

Best of Swiss Web:
Liveblogging Awardnight

Peter Hogenkamp, 11. März 2008 um 18.43 Uhr , 4 Kommentare Kommentare

Soll ich wirklich livebloggen? Sitze sehr weit von einer Steckdose entfernt und Mobile unlimited tut auch nicht, das heisst, ich muss teures Swisscom-WLAN zahlen. Oder lieber twittern?

Ich schaffe nur die Kategoriensieger.

Onlinemarketing:
Die Frau von Ueli Weber (web2com), Preissponsor, ist im Spital, daher muss Philipp Scheidegger ran. Gute Besserung!
Gewinner: laax.ch

Technology Quality:
Präsentiert von Daniel Liebherr, Jury-Vizepräsident (Ist Jürg Stuker auch krank?) in einen wirklich interessanten Schachbrettmuster-Pullover. Überreicht von Giancarlo Palmisani, Orbit-iEX.
Gewinner: www.iconomix.ch

Public Affairs:
Jurypräsident Dr. Reinhard Riedel, Presenter Dorian Selz – ohne Krawatte, aber noch beim Coiffeur gewesen.
Gewinner: www.iconomix.ch

Während Peter auf der Bühne ist, bloggt Angie weiter…

Usability:
Dani Forler kündigt unsere Kategorie als seine Lieblingskategorie an, juhuiii. Peter erklärt, dass dieses Jahr das Niveau grundsätzlich hoch war.

Bronze: Hausinfo, Keystone Bildportal
Silber: CMSbox, LeMenu (mit Verlaub: programmiert von Zeix!), oSkope visual search, Blick Online

Gewinner: kein Gewinner
Die Erklärung: Wichtige Usability und auch Accessibility Regeln wurden dieses Jahr missachtet, so dass Silber die höchste Auszeichnung bleibt.

Ehrenpreis:
Jürg Stuker – doch nicht krank – hält die Laudatio auf den Ehrenpreisträger David Nüscheler, Gründer von Day. Schon eine deutliche Verjüngung gegenüber letztem Jahr.

Jetzt Nachtessen.

Mist, kann mich nicht mehr mit meinem Swisscom-Account einloggen, das Limit ist aufgebraucht (nach 60 Minuten?), muss jetzt minutenbasiert.

Business Efficiency:
Jurypräsident Ralf Wölfle, Presenter irgendwer von Adobe, der einen langen Werbespot macht.
Gewinner: www.freitag.ch

Online & Mobile Campaigns:
Jurypräsident Michel Juhasz von Assai, Presenter Andreas Gedenk von Optimedia.
Gewinner: www.graubuenden.ch

Creation:
Jurypräsident Christian Erni von Futurecom, Presenter Johann Kurz von Microsoft Schweiz.
Christian Erni sieht immer verdächtig gesund aus, sagt aber, er war nur am Wochenende skifahren. Er sagt “Habemus Kategoriensieger!” (sie hatten schon zweimal keinen) und meint, er hätte den “schwarzen Peter Hogenkamp” an mich weitergegeben. So eine bodenlose Frechheit!
Johann Kurz (frisch zurück aus Las Vegas von der Mix 08, siehe der Live-Bericht von Blogwerk-Chefredaktor Peter Sennhauser bei medienkonvergenz.com) sagt noch was Nettes über Silverlight (Cross-Browser/Cross-Platform), hält sich aber angenehm – kurz (brüller!). Dani Fohrler steuert noch das Wissen von der 20-Minuten-Lektüre bei, dass Bill Gates nicht mehr der reichste Mann der Welt ist. Johann meint, Geld sei für Bill sowieso nur noch “nice to have”.
Gewinner: www.oSkope.com

Technology Innovation:
Juryvizepräsident Sascha Corti (auch Microsoft), Stellvertreter von Präsi Dieter Jäpel, Presenter Roland Eugster, Switch.
In der Schweiz sind mehr als eine Million Domains registriert, damit hat die Schweiz die grösste Domaindichte pro Einwohner weltweit.
Gewinner: www.tvprogramm.sf.tv
Marcel “Jabba” Albertin von namics ist nicht nur ohne Krawatte, sondern auch ohne Sakko auf der Bühne. Vorhin hat IT-Ikone Fritz Sutter noch gesagt, er fände es toll, dass alle im Anzug da sein. Da hatte er wohl noch nicht genug Leute im grellen Scheinwerferlicht gesehen.

Es fehlt nur noch der Master of Swiss Web. Es werden die zehn Kandidaten präsentiert (Dani darf wieder selbst lesen, nicht eine anonymer Off-Sprecher):

1. 105tv.ch
2. CMSbox.ch
3. einzeltraining.ch
4. freitag.ch
5. iconomix.ch
6. laax.ch
7. Le Menu
8. oskope.com
9. remix.graubuenden.ch
10. tvprogramm.sf.tv

Showteil mit Fabian Unteregger. Der Christoph Mörgeli ist wirklich ungeschlagen.

Puh. Ich wurde von ihm auf die Bühne gerufen und musste in einem «Get a Mac»-Sketch den «PC Guy» spielen. An sich keine schlechte Idee, aber ich habe den Witz nicht verstanden. Ausserdem ist es mir etwas peinlich, dass ich insgesamt vier- oder fünfmal erwähnt wurde.

Ja nun. Zurück zur Sache.

Master-Sieger:
www.cmsbox.ch

Ein bisschen komisch, die hatte wohl niemand auf der Rechnung.

Am Ende werden noch aus den Publikumsstimmen die Gewinner gezogen. Der Hauptpreis ist ein MacBook Air. Ihn gewinnt irgendein Alexander.

Er macht den Fehler, sich auf der Bühne auf Hochdeutsch zu bedanken. Vereinzelte Buhrufe.

«Für Usability lieber zum Spezialisten.»

Peter Hogenkamp, 5. März 2008 um 16.25 Uhr , 3 Kommentare Kommentare

Am 12. Februar schickte ich aus der S-Bahn diese spontane Mail an die Zeix-Partner:

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Fernlenkmanipulator, Gewichtung Usability:
20.

Peter Hogenkamp, 27. Februar 2008 um 10.00 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

Bastler aufgepasst: Die Stadt Erfurt sucht einen Fernlenkmanipulator. Hauptsache billig, gut wäre auch OK, einfach bedienbar ist nicht soo wichtig.

D-Erfurt: Bombenentschärfung

2008/S 40-055684

BEKANNTMACHUNG

Lieferauftrag
ABSCHNITT I: ÖFFENTLICHER AUFTRAGGEBER

I.1)NAME, ADRESSEN UND KONTAKTSTELLE(N):

Thüringer Polizeiverwaltungsamt, Hohenwindenstraße 10 ( PSF 900341 ), z. Hd. von G. Mücke, D-99086 ( 99106 ) Erfurt. Tel. (49) (0) 36 17 37 92 22. E-Mail: g.muecke.pva@polizei.thueringen.de. Fax (49) (0) 36 17 37 91 99.

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CeBIT lässt auch Blogger rein, verrät es aber nur im 01blog

Peter Hogenkamp, 14. Februar 2008 um 8.01 Uhr , 6 Kommentare Kommentare

Hm, die CeBIT akkreditiert auch Blogger, schreibt 01blog gestern. In den Richtlinien für die Akkreditierung hat sich das aber noch nicht niedergeschlagen, da steht noch der gleiche elitäre Quatsch drin wie vor zwei Jahren:

5. Mitglieder von Internet-Redaktionen werden aufgrund der allgemeinen Zugänglichkeit des Internets und der damit verbundenen mangelnden Überprüfbarkeit der eigenen journalistischen Leistung nur gegen Vorlage eines anerkannten Presseausweises akkreditiert. Ausnahme: Internet-Redaktionen, die zu Vollredaktionen oder Verlagen gehören, z. B. SPIEGEL online usw.

EDIT: Habe gerade gesehen, dass das im 01blog schon in den Kommentaren diskutiert wird. Das PDF ist aber noch nicht geändert, das muss sicher durch irgendwelche Gremien, dauert also bis zum Sommer. 2009.

neuerdings.com ist dieses Jahr schon zum dritten Mal akkreditiert. Die Menge an Telefonieren, die nötig war, hat sich allerdings von Jahr zu Jahr zu Jahr deutlich verringert. Die Messe hat trotzdem immer noch einen kleinen Bonus bei mir dafür, dass sie vor zwei Jahren Andreas Göldi offiziell für neuerdings.com akkreditiert hat, obwohl das damals erst drei Tage alt war. Man sah zwar schon, dass wir recht gutes Zeug geschrieben hatten, aber das hätte vielleicht jemand anderen wenig beeindruckt. (Ich war 2006 als Netzwoche dort, wo ich gerade einen Usability-Artikel geschrieben hatte und mich extra für die CeBIT ins Impressum hatte schreiben lassen. :-)

Wer sich übrigens fragt, ob dieses Akkreditierungszeug so wichtig ist: Ja, ist es, und dabei geht es nicht um die gesparte Eintrittskarte oder um den tonnenschweren Messekatalog, oder darum, dass man an den Messesständen nett behandelt wird und Häppchen und Pressemappen kriegt. Sondern dass man ins Pressezentrum kann, wo man Strom und Internetzugang im Sitzen hat, denn in den Hallen ist an Posten nicht zu denken. Das ist aber auch schon alles, was wirklich relevant ist.

Dieses Pressezentrum übrigens ist an den ersten beiden Tagen immer zum Bersten voll und kurz danach überhaupt nicht mehr. Wenn dieses Jahr noch 100 Blogger dazu kommen, drücke ich mal die Daumen, dass sie erst am Tag 3 oder 4 anreisen.

Blog-Usability

Peter Hogenkamp, 8. Februar 2008 um 12.36 Uhr , 12 Kommentare Kommentare

Herausforderung: Auf dieses Blog gehen und die Kontaktseite suchen. Ich hab sie gefunden, aber erst nach zehn Minuten. Liegt sicher an mir.

Von der Wiege bis zur Bahre – Formulare, Formulare.

Peter Hogenkamp, 29. Januar 2008 um 8.15 Uhr , 7 Kommentare Kommentare

Halte demnächst einen Vortrag unter dem Titel “Zehn Jahre Web-Usability – was hat sich verbessert?”

Was sich definitiv nicht verbessert hat, ist die Formular-Usability vieler Sites. Der Webdesigner pfuscht irgendwas hin, niemanden interessiert so ein Detail, und Jahre später ist das Formular immer noch online. Wie hier beim Kartenherausgeber Viseca:

Viseca Formular 2008-01-28

1. Unter ein solches Formular gehört überhaupt kein “Abbrechen”-Button. Wenn der User es nicht schicken will, klickt er einfach auf Zurück oder macht das Fenster zu.

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“What is the first and last name of your first boyfriend or girlfriend?” – fragt Philipp!

Peter Hogenkamp, 26. Januar 2008 um 15.50 Uhr , 4 Kommentare Kommentare

Ich liebe das Thema der “geheimen Fragen” und das ganze Drumherum verlorener Usernames und Passwörter. Hab schon einen ganzen Zeix Usability Guide darüber geschrieben, damals, 1870/71.

Eigentlich hasse ich es natürlich. Ich liebe es nur, weil es aus Usability-Sicht so vielschichtig ist. Das ganze Thema “Wiederherstellen von verlegten Usernames und Passwörtern” wächst sich nämlich langsam zur Epidemie aus. Seit nämlich viele Sites dazu übergegangen sind, keine normalen Usernames mehr zuzulassen, sondern den Leuten die Mailadresse als Username abzuverlangen (m.E. ursprünglich eine Usability-Überlegung, weil damals und bis heute viele Anfänger den Unterschied zwischen Username und Passwort nicht verstehen – klingt absurd, aber ich weiss, wovon ich rede, habe zahlreiche Beispiele erlebt.)

Also die E-Mail-Adresse. Aktuell weiss man die meist. Aber retrospektiv muss man sagen: Welche? Wann? Hier meine jeweiligen Haupt-E-Mailadressen in den letzten zehn Jahren (das ist nicht der Anfang, vorher waren es auch schon fünf):

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Liveblogging “User Experience bei Google”

Peter Hogenkamp, 30. November 2007 um 5.42 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

Ich bin beim “Usability-Stamm” der Fachgruppe Software Ergonomics. Michael Hatscher aus dem User Experience Team von Google Zürich spricht über “User Experience bei Google.”

In der 12-jährigen Geschichte der Fachgruppe ist es mit 75 Teilnehmenden das bestbesuchte Event aller Zeiten. Schon vor der Veranstaltung höre ich in der Polybahn, dass der Referent seine Slides vor zwei Monaten auf einer internen Google-Website uploaden und absegnen lassen musste. Und noch eine Anekdote: Vor kurzem soll es mal einen Event bei Google gegeben haben, an dem alle Teilnehmer vorher ein NDA unterzeichnen mussten.

Man darf also gespannt sein.

Michael ich Diplom-Psychologe, war dann bei SAP, dann bei AOL Deutschland, jetzt bei Google Schweiz, im zentralen Entwicklungslabor in Europa (300 engineers, vor allem Geo-Anwendungen wie Google Maps und Google Earth).

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Kommentar-Elitarismus bei NZZ Online:
26% werden gelöscht

Peter Hogenkamp, 28. November 2007 um 8.07 Uhr , 9 Kommentare Kommentare

Letzte Woche habe ich bei der Internet-Briefing-Veranstaltung “User Generated Content – keine Angst vor dem Kunden” über “Online-Kommentare – mehr als Leserbriefe 2.0″ gesprochen. Ich hatte vorher und nachher ziemlichen Stress wegen einer Art Autopanne, daher hatte ich keine Zeit, etwas darüber zu schreiben. Marcel Bernet hat das dankenswerterweise bei sich gemacht.

Mein Vortrag wäre für den geneigten Leser unserer Blogs nicht überraschend gewesen, weil ich nur erzählt habe, was wir jeden Tag machen, und dass das “Kommentarwesen” einen zwar machmal schon etwas stresst, aber dass die Kommentare insgesamt einen grossen Mehrwert darstellen, der deutlich höher einzuschätzen ist als das bisschen Ärger (bitte mir diese Passage vorlegen, wenn es demnächst mal wieder so weit sein sollte).

Unsere Kommentar-Policy, die es nicht einmal schriftlich gibt, beruht auf der Maxime: Wir schauen mal, was passiert, und greifen nur ein, wenn es unbedingt nötig ist. Meine “Top-Kommentarkiller” hat jeder Blogger oder Blogleser schon einmal erlebt: Registrationszwang, manuelles Freischalten, Real-Name-Zwang, Kommentare löschen oder nicht beantworten, Korrekturen nicht in Beitrag einarbeiten, überhebliche oder aggressive Antworten.

Direkt nach mir kam Urs Holderegger von NZZ Online und stellte vor, was sie in dieser Hinsicht machen, denn seit dem Relaunch vom Juli 2007 kann man auch bei der NZZ kommentieren. (Auch dazu hat Marcel Bernet inzwischen seine Notizen gepostet: “NZZ Online: Leser droht mit Kommentar?“)

Der beste Satz von Urs war der erste: “Wir machen eigentlich alles das, was Peter als ‘Kommentarkiller’ bezeichnet hat.” Wenigstens sind sie erfrischend ehrlich. Sie haben andere News-Sites und die Diskussionen dort analysiert und einen eigenen Ansatz entwickelt, zu dem sie nun auch stehen (auch wenn Urs später beim Rausgehen halb entschuldigend meinte, er habe “halt eine 228-jährige Tradition da drüben”, auf die er Rücksicht nehmen müsse).

Den Ansatz halte ich allerdings grösstenteils für falsch. In Kurzform kann man sagen, dass NZZ Online es geschafft hat, das klassische “Leserbriefmodell” der Zeitung – Leser schreibt als Reaktion auf Artikel, Zeitung entscheidet, was “abgedruckt” wird, eine Diskussion der Leser untereinander findet nicht statt – ins Web zu portieren. Das kann man so machen, nur hat das nach meinem Verständnis mit User Participation im Sinne von Web 2.0 nichts zu tun.

Die beeindruckendste Zahl: Von 13 500 eingegangenen Kommentaren wurden 3 500 (26%) nicht freigeschaltet. Die Ablehnungsgründe, über die wohl weitgehend Konsens besteht (Rassismus, Sexismus, Beleidigungen) machen davon nur “rund 10%” aus, der Rest wird gelöscht wegen fehlender Qualität. Wer sich “nicht genug überlegt hat” (!), kommt nicht rein, das gilt für die Inhalte wie für formale Schwächen wie Rechtschreibfehler.

Interessant fand ich die Bemerkung, dass sie mit ihrem CMS Kommentare nicht editieren können. Ich hatte vorher gesagt, dass wir manchmal – sehr selten – etwas aus einem Kommentar rauseditieren und z.B. schreiben: “(Hier wurde ein Satz wegen … gelöscht.)” Das kann die NZZ nicht, weil ihr CMS es nicht unterstützt – “bei uns gibt es nur Daumen hoch oder runter”.

In meinem Teil hatte ich gesagt, dass die Kommentatoren in den Blogwerk-Blogs für einen deutlichen Mehrwert sorgen. “Die Diskussionen in unseren Kommentaren finde ich inhaltlich viel spannender als den durchschnittlichen Leserbrief”, war meine Aussage. (Ehrlich gesagt habe ich mich hier etwas aus dem Fenster gelehnt, weil ich die Leserbriefseiten in Zeitungen nur sehr selten lese. Dieses tendenziell oberlehrerhafte Rumnörgeln von Leuten, denen ein Artikel zu rechts oder zu links oder was auch immer ist, kann ich nicht aushalten.) Das fand Urs natürlich nicht. Er meinte im Gegenteil: “Wer einen Leserbrief an eine Zeitung schreibt, der hat sich meist etwas überlegt und gibt sich entsprechend Mühe. Von Kommentatoren kann man das nicht immer sagen.”

Das mag sogar stimmen. Aber ich bin ganz dezidiert der Meinung, man muss auch die weniger hilfreichen Kommentare in Kauf nehmen, um auch die Perlen zu bekommen. Was die NZZ-Online-Redaktion ihrer Arbeit zugrunde legt, ist eine fiktive Kommentar-Qualitätsskala, sagen wir von 1 bis 100, mit der sie jeden Kommentar bewerten, und ab, sagen wir, 40 Punkten wird freigeschaltet. Ich bezweifle aber sehr, dass einerseits die mit der Selektion beauftragten Redaktoren alle mit der gleichen Skala messen, und andererseits ist völlig klar, dass die individuelle Bewertung eines Kommentars pro Leser teilweise stark abweichen dürfte.

Um mir selbst mal wieder zu vergegenwärtigen, wie “unsere Kommentare” eigentlich sind, habe ich soeben die letzte Diskussion bei neuerdings.com nachgelesen, die mehr als zehn Kommentare ausgelöst hat; das war zu meinem iPhone-Artikel vom Montag. Von bisher 16 eingegangenen Kommentaren sind vier off topic, indem sie sich auf andere Dinge als den Inhalt des Artikels beziehen (Blogdesign, Mehrwertsteuer, WordPress, Verlosung), einer ist weitgehend inhaltsfrei, einer ist redundant, sieben sind Antworten auf die anderen Kommentare – und zwei sind sehr gut, indem sie aktuelle, weiterführende Links enthalten. Für diese beiden muss man halt die anderen “ertragen”, aber ich finde die anderen “Diskussionsfäden” keineswegs völlig nutzlos.

Wie hätte diese Diskussion bei NZZ Online ausgesehen? Wäre überhaupt ein einziger Kommentar durchgekommen? Wahrscheinlich nur die beiden, aber wer weiss, ob die überhaupt gekommen wären, wenn vorher dort “Kommentare: 0″ gestanden hätte.

Nee, nee, das wär nichts für mich. Ich will genauso kommentieren und diskutieren wie es hier zu sehen ist und nicht anders. Dieses manchmal polemische, aber oft selbstironische, oft geschwätzige, aber genauso oft unschlagbar präzise und aktuelle, zwar manchmal anonyme, aber fast immer persönlich Stellung beziehende und daher authentische (auch wenn ich das Wort hasse) macht eben genau den Reiz aus.

Wir führen manchmal die Diskussion, ob wir überhaupt “echte Blogger” seien oder eher ein Online-Verlag, und je nach Tagesform sind wir unterschiedlicher Meinung. Aber an dieser Stelle denke ich wieder, nein, wir sind eben doch waschechte Blogger.

Vielleicht in diesem Kontext ganz interessant ist ein Artikel über Kommentar-Usability, den wir (Zeix) im Oktober für die Netzwoche geschrieben haben: «Leserbriefe schreiben doch nur Rentner und Nörgler».)

Wegklickpenetranz, eigene

Peter Hogenkamp, 27. November 2007 um 6.47 Uhr , 1 Kommentar Kommentare

Mein neuer Mac kam mit einer 30-Tage-Trial-Version von Microsoft Office für Mac. Habe mich entschlossen, die nicht zu kaufen, sondern Parallels/Windows installiert und nutze dort das eh schon lizenzierte Office für Windows.

Während der 30 Tage verwende ich das Mac-Word und -Excel trotzdem noch, nicht zuletzt, weil die beiden Programme im Moment noch mit den Files assoziiert sind. Eigentlich sollte ich sie längst gelöscht haben, denn bei jedem Starten und Schliessen des Programms (dafür hätte ich noch Verständnis), aber auch bei jedem Speichern, kommt diese Meldung:

Excel-TestDrive Expiration 2007-11-26

Die habe ich also schon hundertmal gesehen.

Gestern wollte ich dann aus Excel etwas drucken, und es ging nicht. Habe es sicher fünfmal probiert, die Kabel überprüft, den Drucker neu gestartet etc.

Bis ich irgendwann die Meldung genauer las, die ich schon x-mal, ohne sie anzuschauen, weggeklickt hatte:

Excel-TestDrive Drucken 2007-11-26

Tja. In Usability-Tests kann ich es jeweils nicht fassen, wenn Leute sich wundern, wieso irgendetwas irgendwie funktioniert oder nicht funktioniert, obwohl es gross und breit auf dem Bildschirm steht. Jetzt habe ich’s mal live selbst nachvollzogen.

Siehe dazu auch dasselbe Thema am Fernseher statt am Computer: “Stellt diese Laufschrift ab!” von Ronnie.