Radio-Button-Hölle bei Twitter-Umfrage:
In drei einfachen Schritten zum Umfrage-Abbrecher

Peter Hogenkamp, 26. Oktober 2008 um 16.04 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Ich kann sie einfach nicht aushalten, Umfrage-Seiten wie diese. Ich versuche es, weil ich ein guter Online-Citizen sein will, und weil ich Twitter mag, aber dann schaffe ich es doch nicht.

Hier mein innerer Monolog bei den ersten drei Fragen.

«Twitter is of benefit to me.» Jawohl. Und auf einer Skala von 1 bis 7? Keine Ahnung. E-Mail zum Beispiel finde ich noch nützlicher. Und Sauerstoff erst. Oder Essen und schlafen. Sogar Zug fahren, auch wenn es mir manchmal auf die Nerven geht, weil Nach-Zürich-Laufen auf einer “Is of harm to me”-Skala von 1 bis 7 wahrscheinlich… aber lassen wir das. Sagen wir mal: «Agree», 6 Punkte.

«The advantages of Twitter outweigh the disadvantages.» Das finde ich durchaus. Je mehr Leuten man followed, desto grösser wird der Noise, deswegen sollte man vielen nicht mehr followen, wozu ich mich aber nicht recht aufraffen kann. Wie stark ist aber nun der relative Nutzen von Twitter, nachdem der absolute «6» war? Auch «6»? Könnte der relative mit «7» überhaupt über dem absoluten liegen? Keine Ahnung. Ich sage mal auch «Agree», 6 Punkte.

«Overall, using Twitter is advantageous.» Wie jetzt? Ist das nicht dieselbe Frage wie die letzte? Wenn ich dort etwas ab 5 Punkte aufwärts angeklickt habe, muss ich ja hier auch wieder ja sagen. Aber wie stark? Wieder «6»? Langsam sollte ich mal etwas anderes als «6» klicken, oder? Vielleicht nur «5»? Aber ist das logisch? Oder doch «7»?

Ich weiss, was ich an der Stelle klicke: Apfel-W zum Schliessen des Tabs. Sollen sich andere am Sonntag den Kopf zerbrechen über den Unterschied zwischen «6» und «7». Und dann natürlich sehr wesentliches in die Auswertung hineininterpretieren.

Neue Umfragen braucht das Land!

Aber sonst viel Erfolg noch, Martin Böhringer.

(Link via @heiko)

Alkoholproblem

Peter Hogenkamp, 21. Oktober 2008 um 14.50 Uhr, 15 Kommentare Kommentare

Frage an die Kenner: Wenn man selten Alkohol trinkt und fast nie bei sich zuhaus und daher keinerlei Vorräte daheim hat (außer ein buntes Sortiment von Weinflaschen, die man nach Vorträgen bekommen hat), und wenn man nun zwei Gäste (zwei Männer) zu einem kleinen abendlichen Umtrunk einlädt - was kauft man? Ohne hinterher zehn Flaschen zehn Jahre rumstehen zu haben.

Bier? Gin und Tonic? Wodka?

Fünf Tage weg

Peter Hogenkamp, 14. Oktober 2008 um 23.45 Uhr, 7 Kommentare Kommentare

Bin fünf Tage, bis Sonntag, in Kairo. Bin gespannt. Werde aber kaum bloggen, höchstens ein bisschen twittern und vielleicht ein paar grottenschlechte iPhone-Fotos hochladen, wenn das Hotel bezahlbares WLAN hat.

(Nicht dass es hier nicht zuvor viele Pausen von fünf Tagen gegeben hätte, ohne dass es auch nur einen Mucks von Metakommunikation darüber gab.)

Airport Pranks

Peter Hogenkamp, 14. Oktober 2008 um 23.40 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Aus dem Klein Report von heute (per E-Mail, noch nicht auf der Site):

Die fiktiven Passagiere und die realen Mietautos
Mit einer überraschenden Lautsprecherdurchsage am Flughafen Stuttgart hat die örtliche Werbeagentur Jung von Matt/Neckar einen ersten Preis am Airport Media Award für Kampagnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz geholt. Ausgerufen wurden die fiktiven Passagiere Geddjur Karätsiggst und Graitoffers Adsiggst, deren «Namen» aber ganz ähnlich wie «Get your Car at Sixt» und «Great offers at Sixt» klingen - und so war es auch gemeint. JvM/N erhielt dafür Gold in der Kampagne «Gestaltete Kampagnen».

Moment mal, das ist doch uralt. Diese «Airport Pranks» aus Heathrow hat Kollege Dührkoop damals in St. Gallen rumgemailt, das war noch vor Webzeiten (oder noch zu Dial-up) oder so.

Inzwischen hat sie zum Glück einer (oder ein paar Zehntausend) auch geposted.

Fazit: Jung von Matt klaut eine zehn Jahre alte Idee aus dem Internet und wird dafür ausgezeichnet.

Social-Media-Konferenz in Zürich:
SOMESSO am 31. Oktober

Peter Hogenkamp, 13. Oktober 2008 um 7.18 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

In knapp drei Wochen, am 31. Oktober, findet zum ersten Mal die Konferenz «SOMESSO» statt. Aus der Pressemitteilung: «Die Corporate Social Media Konferenz hilft Unternehmen dabei, die veränderliche Dynamik der Kommunikation von Individuen und Unternehmen zu verstehen.»

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Olma 2008:
«Die Waadt ist wieder Gastkanton»

Peter Hogenkamp, 10. Oktober 2008 um 6.44 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Seit gestern ist wieder «OLMA, Schweizer Messe für Landwirtschaft und Ernährung» (ursprünglich «Ostschweizerische Land- und Milchwirtschaftliche Ausstellung»).

NZZ Online schrieb: «Couchepin eröffnet die diesjährige Olma». Ein Stück weiter unten liest man: «Waadt ist wieder Gastkanton».

Ja, wie, wieder? Waren sie das vielleicht letztes Jahr auch schon? Ist der eigentlich vorgesehene Gastkanton vielleicht kurzfristig insolvent geworden, und die Waadtländer sind eingesprungen?

Nichts dergleichen: «Wieder» heisst: «zum zweiten Mal nach 1967».

Ein bisschen Erinnerungsvermögen setzt die NZZ halt voraus.

Weber Harbeke/Casino Baden:
Ficken ist Glückssache

Peter Hogenkamp, 9. Oktober 2008 um 7.15 Uhr, 5 Kommentare Kommentare

Die Kausalkette: rausfahren - gewinnen - mit goldener Frau mal so richtig rumspritzen ist schon sehr schön akzentuiert. Nicht schlecht, Weber Harbeke am Limmatquai, auch in Anbetracht Deiner Agenturphilosophie*: «Intelligent auffallen.»

Anzeige «Baden im Glück» vom 9.10.2008

* Schick gemacht mit diesen Frames.

MyMuesli-Sexistenwerbung:
Das kann man doch nicht machen!

Peter Hogenkamp, 8. Oktober 2008 um 16.26 Uhr, 9 Kommentare Kommentare

Ehrlich, ich bin also empört. Als mymuesli-Gründer Hubertus Bessau gestern in München sagte: «Den neuen Flyer hab ich dabei, kann ihn aber nicht zeigen», tippte ich zuerst: «Zu rassistisch?», und dann gleich ins Schwarze: «Zu sexistisch?»

Update vom 13.10.2008: Das Model, das auf dem Flyer zu sehen ist*, hat einer Online-Verwendung nicht zugestimmt. Deswegen hat mymuesli mich heute gebeten, es hier wieder zu löschen. Natürlich komme ich dieser Bitte nach.

* eine Frau, nackt auf dem Rücken liegend, unter ihr Müsli, über Brust und Bauch ein Schuss Milch laufend

Mark Zuckerberg bei amiando, wir auch

Peter Hogenkamp, 7. Oktober 2008 um 9.29 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Heute Abend ist Facebook-Gründer Mark Zuckerberg bei amiando in München (Blog-Post, Eventseite bei amiando, bei Facebook).

Er spricht eine halbe Stunde (19:30-20:00), dann erzählt amiando etwas über eine «Neuentwicklung», dann ist Q&A mit Mark Zuckerberg, und dann gibt’s Weisswürste. Die machen das schon gut, die Jungs von amiando, neidloser Glückwunsch.

Florian Steglich und ich gehen mal und twittern, was er so erzählt. Also: Ich twittere lose rum, und Florian muss danach einen super tiefgehenden Analysepost für netzwertig.com schreiben. Echt prima, Chef zu sein.

Update: Florian hat den Artikel gestern bei netzwertig.com geposted: Facebook bei amiando:
Buffet mit Zuckerberg

Radio 1:
User-generated Format «My Song» eingestellt

Peter Hogenkamp, 30. September 2008 um 8.32 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Radio 1, der neue Sender von Roger Schawinski, ist seit einem halben Jahr auf Sendung, und sonderlich gut scheint’s an vielen Enden nicht zu laufen, unter anderem haben die Hörerzahlen nach starkem Anfang schon wieder stark nachgelassen.

Gestern las ich im Klein Report: “Radio 1 mit neuer Weekend- und Musiksendung” und im Kleingedruckten (kein Wortspiel beabsichtigt):

Die beiden neuen Sendungen ersetzen «Planet Ambühl» und «My Song».

Moment, «My Song», das hatte ich mir doch angeschaut, als die Website live ging. Ach ja (man muss ein bisschen rumspielen mit dem Google Cache, bis man es wiederfindet, die meisten Pages sind umgeleitet, manche aber nicht), da konnte man einen Song quasi adoptieren und seine Geschichte dazu erzählen:

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  • Über mich

    Peter Hogenkamp, Unternehmer aus Detmold (NRW), seit 1990 in der Schweiz, Gründer mehrerer Startups, zuletzt und aktuell Blogwerk.
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