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Liveblogging Daniel Gutenberg:
“Businessplan:
Darauf achten die Geldgeber”

Peter Hogenkamp, 3. Juli 2007 um 13.02 Uhr, 7 Kommentare Kommentare

Veranstaltung im Rahmen von “Internet-Briefing” von Reto Hartinger (Web, Blog):

Abstract:
Darauf achten die Geldgeber
Du schreibst einen Businessplan und musst ihn Deinen Partnern, Deiner Bank oder einem Financier präsentieren. Aber worauf achten diese? Welches sind die Killerkriterien? Daniel Gutenberg, ein Serial Entrepreneur und erfolgreicher Venture Capitalist bespricht, worauf es ankommt und bei welchen Phrasen er sofort abwinkt.

CIMG1993Sorry für das schlechte Foto, hier ist ein besseres. Sein Hemd ist übrigens nicht besser gebügelt als meins. :-)

Er schaut 300 Businesspläne im Jahr an - macht vier bis fünf Investitionen im Jahr. In der Schweiz gibt es etwa 150 seed-finanzierte Firmen - bei 10% von denen ist er dabei.

Er zeigt eine Folie mit Firmen, in denen er noch drin ist. Ich kenne auf die Schnelle nur die Cash and Carry AG. Bei denen war ich schon Kunde - die wird wohl nicht mehr den grossen Exit machen.

Frage: Über welche Art der Finanzierung reden wir eigentlich?

Der Markt für Finanzierungen

  • Seed
  • FFF (Friends, Fools and Family) - macht immer einen guten Eindruck, wenn der Unternehmer schon mal einige Leute überzeugt hat, selbst wenn es Private waren
  • Angel
  • Venture - professionelle Fonds ab CHF 500′000
  • Equity - Jungs, die einsteigen, wenn die ersten sieben Millionen, die wir gegeben haben, durch sind
  • Loan

Was ist wichtig beim Businessplan? Nicht zu dick:

Der Businessplan I

“I didn’t have time to write a short letter, so I wrote a long letter instead.”
- Mark Twain

Sieht er bei Businessplänen genauso. Es hilft auch dem Unternehmer, wenn er sich klar ist, was sein Business ausmacht.

Wie gesagt, sie lesen 300 Businesspläne im Jahr, und meist nur die Executive Summary. Was ist noch wichtig?

Der Businessplan II

  • Zahlen
  • Fakten
  • Marktzahlen
  • Wachstum
  • Profitabilität
  • Long-Term
  • Short-Term
  • Finanzbedarf

Das wichtigste ist die Vision!

Die Zahlen sind nicht delegierbar. Der CEO muss die Zahlen gut kennen und die Testfragen zum Businessplan beantworten können:
- Wieso geht dort das Salär hoch?
- Wieso ändert sich dort die Miete nicht, obwohl ?
- Bleibt die Bruttomarge über die Laufzeit gleich?
- Wie ist der Spesenteil? 10 Verkäufer brauchen Autos.
- Dito für Administrationsteil und Marketing.

Wenn einer 10 Millionen will, sollte er von 90% davon wissen, wohin die gehen. Puh. 90%halte ich für fast unmöglich. Vielleicht meint er: sollten im Businessplan sinnvoll verplant sein, damit sich der CEO nicht ein Auto davon kauft. Aber sagen kann man’s ja mal.

Das Team

  • motiviert
  • homogen
  • Vision
  • Werte
  • Background

Gibt nichts Schlimmeres, wenn zwei gemeinsam reinkommen und der eine sagt, wir wollen wir drei Millionen, und der andere sagt, nein, wir brauchen vier Millionen.

Seine Einschätzung vom Team ist aber letztlich doch Bauchgefühl. Tja, diese Differenz zwischen Analytik und Bauchgefühl ist es wohl, die einem das Gefühl gibt, in diesen Präsentationen und Lehrbüchern zum Thema “How to write a Business Plan” werden letztlich nur Platitüden gedroschen. Aber heute lasse ich mich gern noch überraschen.

Frage aus dem Publikum, wieviel der Ventures er abschreiben muss. Er sagt keins. Verstehe ich nicht ganz.

Das Produkt

lokal -> national -> international

innovativ -> weltverändernd

Marktpotenzial

Das Produkt sollte weltweit eingesetzt werden können. Verstehe. Dann sollte also klare deutschsprachige Me-too’s wie studiVZ, Sevenload etc. niemand finanzieren.

Die Kunden

1. Bestehen Kontakte?

2. Haben die Geld?

3. Wissen die auch, dass ein Bedarf vorhanden ist?

Viele Leute kommen in sein Büro und sagen: “Die und die werden mir das Produkt aus den Händen reissen.” Wenn er dann fragt: “Habt Ihr die denn schon gefragt?”, ist häufig die Antwort: “Nein, sicher nicht, ist ja noch alles geheim.”

Vertrauen

  • Kunden
  • Strategische Partner
  • VR
  • Industrie-Experten
  • Pünktlichkeit

Ein namhafter VR ist eine vertrauensbildende Massnahme, selbsterklärend. Püntlichkeit: underpromise, overdeliver. Wenn man sagt, man wolle den Businessplan nächste Woche schicken, sollte man ihn nicht übernächste Woche schicken, sondern einen Tag vorher. Aha. :-) (Im Ernst, finde ich immer wieder erwähnenswert. Ich befinde mich seit 20 Jahren in einem ewigen Struggle um Termintreue, und ich werde besser.)

Exit: Folie habe ich verpasst, aber es stand vermutlich IPO oder verkaufen drauf.

Das Investment

  • Grösse
  • Valuation
  • Konditionen
  • Board Seats

Lächerlich machen sich vor allem Gründer, die sagen, ihre Firma sei 12 Millionen wert, und sie kriegen auch die Finanzierung zu der Valuation - und drei Monate später sagen sie dann, sie machen gerade vielleicht Finanzierungsrunde für 3. Mio., wissen aber noch genau, ob alle auch wirklich mitmachen.

Der Preis von einem Startup ist eigentlich klar und kommt nicht aufs Verhandeln etc. an. Die meisten Experten werden beim Bewerten auf die gleichen Ergebnisse kommen.

Nachfrage aus dem Publikum: Bitte detaillieren wieso das so ist. Bei der Antwort, wie dieser exakte Preis zustande kommt, fällt wieder das Wort “Bauchgefühl”. Kann mir ehrlich gesagt durchaus trotzdem vorstellen, dass es stimmt.

Frage: Dann hätte es doch die Dot-com-Bubble gar nicht geben können. Antwort: Stimmt - damals war alles anders. Solange man noch keinen Gewinn gemacht hat, konnte man den Hockeystick beliebig hoch zeichnen. Sobald man dann Gewinn macht, merkt man, dass es eher moderat ist.

Frage habe ich nicht verstanden, irgendwas mit Geheimhaltung und NDAs. Die grösste Mangelware sind sowieso gute CEOs. Wenn man eine super Idee auf dem Tisch hat, heisst das noch lange nicht, dass man es auch realisieren kann. Deswegen findet er es auch mühsam, wenn die Leute kompliziert tun mit NDAs. Wer schon am Anfang zwei Tage und Anwälte braucht für das NDA, der wird auch sicher auch im Tagesgeschäft mühsam sein. Von den 300 Businessplänen, die er im Jahr liest, unterschreibt er vorher vielleicht 5 NDAs.

Frage, was es bedeutet, wenn der Gründer sich lange seinen Lohn nicht ausgezahlt hat. Der Investor will natürlich nicht, dass der Gründer sich vom Investment erstmal ausstehende Löhne zahlt. Der Vorteil des Gründers davon ist, dass die Valuation hochgeht, wenn der Investor sieht, dass er sich schon zwei Jahre keinen Lohn gezahlt hat.

Frage, ob man den Wert besser berechnen kann, sobald die Firma Gewinn macht. Ja, da gibt es dann reichhaltige Intrumentarien wie Discounted Cash Flow, für die er aber nicht der Experte ist. Finde es sehr erfrischend, dass er das so sagt.

Frage, ob man am Anfang lieber gratis einsteigen soll und eine grosse Community aufbauen, oder gleich Umsatz machen. Kurze Antwort: Umsatz ist immer gut. Die lange Antwort ist dann allerdings deutlich differenzierter: Man könnte ja schon schauen, wenn man am Anfang Umsatz macht, dass man dann eine Zeit lang keinen macht und vom Investorengeld wächst, um dann wieder zu schauen, wie es sich ändert, wenn man wieder Geld nimmt etc.

Nochmal was zu Vertraulichkeit: Wenn man eine gute Idee hat und ein guter Unternehmer ist, dann kann man ruhig alle Optionen offenlegen - man wird immer schneller sein als die anderen. Es sei denn, Holtzbrinck entscheidet sich spontan, 5 Millionen in dasselbe zu schütten. Oder? Vielleicht auch nicht. Weiss nicht, was die für einen Pool von CEOs haben.

Dont’s
(oje, jetzt kommt eine Folie mit 2 kB Text, hier stark gekürzt)

  • Nicht an sämtliche potenziellen Investoren Rundschreiben verschicken.
  • Investoren verstehen sich nicht als “Notärzte” - Finanzierung sollte nicht Rettung aus der Not sein.
  • Man sollte den Investor nicht als “notwendiges Übel” sehen - sei in den letzten zwei Jahren sei so manchmal die Stimmung
  • Man sollte sich vor dem Gespräch etwas über den Investor informieren, die haben alle eine Website.

Alles nachvollziehbar. Die nächste Folie ist inspired by Guy Kawasaki.

Top 6 lies

  • 2% Marktanteil genügt uns.
  • Unsere Zahlen sind konservativ.
  • Wir haben keinen direkten Mitbewerber.
  • In 12 Monaten sind wir Cash-Flow-positiv.
  • Unsere Technologie ist weltweit einmalig.
  • Wenn die Zeit gekommen ist, mache ich gern meinen Platz frei.

“Es gibt nicht stärkeres als eine Idee, deren Zeit gekommen ist”, steht in jedem vierten Businessplan. Hehe, das finde ich sehr gut zu wissen.

Ich stelle auch eine Frage zum Bauchgefühl: Wie kann es sein, dass einer 20 Stunden über einem Excel-Sheet verbringt, und ein anderer findet in zehn Minuten die richtige Bewertung? Ich duze ihn, wie es hier ja laut Reto-Doktrin Pflicht ist, aber er siezt zurück. Das kommt von diesem Duz-Zwang. Er sagt, was am Ende für 2020 rechts unten im Businessplan steht, ist sowieso nicht relevant, denn das trifft sowieso nie ein. Wie kommt es dann also zur 10-Minuten-Bewertung?

Reto erzählt vom Übernahmeangebot von Google für search.ch. “Wir haben damals was ausgefüllt” (coole Formulierung), dann hat Google eine Bewertung genannt, die sie dann aber in den Verhandlungen bis auf das Doppelte haben hochhandeln können. “Am Ende haben wir es dann leider doch nicht gemacht.” Sie haben stattdessen an die Schweizer Post verkauft, Reto ist danach ausgeschieden.

Ein anderer Investor im Publikum (kenne ich nicht) sagt, wenn die Idee reif sei, könne man sie auch ohne Excel erklären. Huch, das klingt aber sehr nach “… deren Zeit gekommen ist.” :-)

Das Excel-Sheet ist gar nicht so wichtig. Die Valuation ist gar nicht so wichtig, weil es oft eine zweite Runde gibt. Der Unternehmer kann in der zweiten Runde dann immer noch sagen, hey, ihr braucht mich, ich will mehr behalten, und kluge Investoren werden darauf einsteigen. Wichtiger Punkt, der erste richtige neue Input für mich heute.

Der deutsche Investor aus der letzten Reihe erzählt noch, dass es Leute gibt, die mal einen Lucky Punch hatten und jetzt Investoren sind. (Meint er sich selbst damit? Wird nicht klar.) Er erzählt, wenn man sich als solcher outet, wird man bei XING mit Businessplänen vollgespamt. Wieviel er denn jeweils will, fragt Reto. Mindestens 10%, sagt er, maximal 25% in der ersten Runde - “darüber habe ich das Gefühl, ich kaufe mir Arbeit ein” (Lachen)

Frage: Verlangt er eine Liquidation Preference? Ja, verlangt er manchmal. Es geht hauptsächlich darum, dass er nicht will, dass der Unternehmer gar nichts macht und dann bei einer Pleite auch noch seinen Anteil wieder raus kriegt. Das Beispiel “Unternehmer haut mit meinem Geld nach Hawaii ab” scheint mir etwas sehr plakativ, wenn auch einleuchtend.

Die Diskussion plätschert noch etwas vor sich hin. Insgesamt ein gutes Event, trotz aller Überlappungen zu bestehendem Wissen. Es hilft trotz allem, die Sachen immer mal wieder zu hören.

Öffnungszeiten Online-Support Dienstag von 8 bis 10 Uhr und Donnerstag von 14 bis 16 Uhr

Peter Hogenkamp, 19. Juni 2007 um 16.11 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Als ich jung war und das Web neu, war “24/7″ eines der wichtigsten Argumente.
“Rund um die Uhr geöffnet” stand auf den Folien, und der/die Präsentierende sagte dazu: “Man kann auch nachts seine Bücher kaufen, wenn die Buchhandlung geschlossen ist.” Wow. Darüber denken wir heute gar nicht mehr nach.

Sollten wir aber. WordPress zum Beispiel hat nicht immer offen:

wordpress-support 2007-06-19

Hello! I can only English, but that not bad.

Peter Hogenkamp, 15. Mai 2007 um 14.13 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

Gesehen bei centralway.com:

Hello!

English is the universal business language. If we invest in an enterprise, it is a pre-requisite that our associates can communicate in English. Therefore, we request your understanding for our complete website appearing English and there not being any other language versions. Additionally, if you decide to get in touch with us, we request that you communicate with us only in English.

Yours truly,
Babelfish

Und das gleiche noch auf Deutsch:

Hallo ! Servus ! Grüezi !

Englisch ist die universale Geschäftssprache. Wenn wir in ein Unternehmen investieren ist es eine Bedingung das unsere Partner in Englisch kommunizieren können. Aus diesem Grund bitten wir Sie um Verständnis das unsere gesamte Website auf Englisch erscheint und es keine anderen Sprachversionen gibt. Auch wenn Sie mit uns in Kontakt treten bitten wir Sie nur in Englisch mit uns zu kommunizieren.

NEU: Wir finanzieren Sie jetzt auch ganz ohne Doppel-s und ohne Kommas !

Update: Das hier hatte ich noch gar nicht gesehen, das ist auch cool:

Investment Criteria

  1. We only invest in growth sectors in the areas of Internet, software, communication and media.
  2. The company must have a simple business model.
  3. Company growth and its profits must be clearly recognisable.
  4. No turn-around situations (We cannot solve problems).
  5. We do not get involved in operative management of our portfolio companies.
  6. Management and/or entrepreneurs must be in place.
  7. We only work with people with integrity and openness, intelligence and energy.

We cannot solve problems! Ich eben auch nicht so gut. Jacqueline sagt auch immer: “Geld ausgeben kannst Du viel besser als Geld einnehmen.”

XING-Badezimmerprofil

Peter Hogenkamp, 18. Februar 2007 um 13.17 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Immer wieder interessant, welche Fotos die Leute für ihr professionelles Networking verwenden.

b8ed23dd5
Foto aus einem XING-Profil, nach Verwarnung durch XING nachträglich unkenntlich gemacht am 31.5.2007

Schönes Badezimmer. Bisschen schief.

 

Tags: ,

Update: War wohl ein Fake. Das Profil von Bea Knuchel ist jedenfalls schon wieder gelöscht. Danke für den Hinweis, Martin. (Empörende Sache, mit Badezimmerfotos, die einem arglose Freunde zugemailt haben, falsche XING-Profile anzulegen! Andererseits… mal suchen, was ich noch so an Fotos auf der Festplatte habe…)

Formulare, Formulare

Peter Hogenkamp, 26. Januar 2007 um 13.02 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Habe überlegt, mit Blogwerk an der Swiss Tech Tour teilzunehmen. Man kann ein Word-Template runterladen und das ausfüllen.

Ein bisschen stutzig werde ich immer, wenn ich solche Absätze sehe:

Techtour Form2 2007-01-26

Ähm. Null. Deutschland. :-)

Oder solche:

Techtour Form 2007-01-26

Mist. Wollte doch schon lange einen Assistant für mich einstellen - jetzt hätte es super ausgesehen… :-)

Aber am besten finde ich den hier:

Current Investors: Insert text here
Capital Raised to Date: Amount in Euro
Last Financing Round: Amount in Euro
Date of Last Round of Financing: Mm/dd/yy
Valuation of Last Financing Round:
Expected Date of Next Financing Round: Mm/dd/yy
Size of Next Financing Round: Amount in Euro
Main Use of Proceeds: Insert text here
Date of Profitability: Mm/dd/yy
Expected IPO / Exit: Mm/dd/yy

Wieso wollen die die Uhrzeit des IPO nicht wissen? Dachte an 9 Uhr morgens EST, Handelsbeginn der NASDAQ.

Kann man wenig schlafen üben?

Peter Hogenkamp, 11. Januar 2007 um 18.18 Uhr, 8 Kommentare Kommentare

“Der Bund” hat zwei Artikel über das Schlafen, die mir heute mein Kunde Markus Heilig, Chef Web vom VBS, empfohlen hat:

Wirtschaft und Geld [11.01.2007]
Um keinen Preis die Karriere verschlafen
Uno-Botschafter Jürg Maurer bringt es auf zwanzig wache Stunden pro Tag. Ihm nachzueifern, ist wenig empfehlenswert ? die meisten würden so ihre Gesundheit ruinieren.

Wirtschaft und Geld [11.01.2007]
«Schlafmangel mindert die Urteilsfähigkeit»
Warum Jürg Schwander, Leiter der Klinik für Schlafmedizin in Zurzach, sieben Stunden pro Nacht schläft und notorischen Kurzschläfern misstraut.

Ich kann zwar mit meinem Morgenzug (S-Bahn um 5.34 Uhr ab St.Gallen-St.Fiden) die meisten Gesprächspartner beeindrucken und mit meinen Onlinezeiten im GTalk Pit Sennhauser, aber mich nicht oder nur teilweise. Präsentieren und so kann ich zwar auch recht gut ganz ohne Schlaf, aber konzeptionell arbeiten kaum. Bei aufgestautem Schlafdefizit glotze ich gegen Ende der Woche einfach zunehmend fertig nur noch dumpf auf den Bildschirm, unfähig zu entscheiden, mit welcher der drei Dutzend Pendenzen ich anfangen soll.

Im nächsten Zug (diesmal von Zürich nach St. Gallen) sitzen natürlich prompt wieder ein paar Schwadronierer, die bis Wil ununterbrochen durchquatschen, zwei Nachwuchskaderleute und Zugpendler, die zusammen irgendein berufsbegleitendes Diplom gemacht haben. Während ich die Schlafartikel lese, reden sie über genau das Thema:

“Ich bin um zehn vor sieben im Büro.”

“So früh? Wann gehst Du denn auf den Zug?”

“5.52 in Gossau” (genau genommen 5.51 Uhr, aber macht ja nichts)

“Und dann? Gehst Du um zehn ins Bett?” (wörtl. “ins Näscht”)

(locker) “Ach was! Fünf Stunden Schlaf. Easy.”

Hätte live zitieren können: “Richard Ernst bezeichnet die Haltung als «schädliches Machogehabe».”

Das gefällt mir gut mit diesen Parallelgedanken, wenn einem jemand mit seinem Geschwätz auf die Nerven geht, mal gucken, ob ich das öfter schaffe.

Kennen Sie die Mehrwertsteuer?

Peter Hogenkamp, 4. Januar 2007 um 12.10 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Kennen Sie die Mehrwertsteuer?
0 Prozent, 7 Prozent, 19 Prozent: Es ist auf den ersten Blick nicht immer ganz einfach zu wissen, wann in Deutschland keine Mehrwertsteuer gezahlt werden muss und wann der ermäßigte oder der volle Satz zutrifft. Wissen Sie es? Testen Sie sich selbst in unserem Quiz.

Ich kann nie wieder zurück nach Deutschland, ich weiss NICHTS.

Nach Frage 4 frustriert aufgegeben:

Der ermäßigte Mehrwertsteuersatz gilt nicht für
[ ] Leberwurst
[ ] Hundefutter
[ ] Katzenstreu

Aber eins weiss ich, das alles mal rigoros zu entschlacken, das wär’s. Friedrich Merz, alter Sauerländer, ich vermisse Dich.

Pommes 2:55

Peter Hogenkamp, 14. Dezember 2006 um 17.51 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Dachte gerade aus irgendeinem Grund an Pommes fritieren, und da fiel mir sofort das hier ein:

Pommes Frites
Dauer 2:55 min. +/- 10 Sekunden
Fett-Temperatur 167°

Vergessen habe ich:
- Menge pro Korb. (2.5 kg pro Beutel auf vier bis sechs Körbe verteilt, damit könnte man es ausrechnen.)
- Ob Schütteln nach 20 oder 30 Sekunden.

Hab ich damals mal bei McDonald’s auswendig gelernt (wo ich von 1986 bis 1990 arbeitete). Ziemlich klebrig offenbar, solches Wissen.

Hab gleich meinen Freund (und damaligen Chef) Hardy angerufen, ob’s stimmt, und er hat es bestätigt.

Meine vorangehenden Anfragen lt;sse:CASE_AUTOCLOSED_LIST bei 1&1

Peter Hogenkamp, 13. Dezember 2006 um 18.59 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Eben per Mail von meinem Lieblingsprovider 1&1 eingetroffen, nachdem ich heute Nachmittag am Telefon meinen Case etwas eskaliert habe.

Mit 1&1 läuft alles prima, solange man nur mit den Servern spricht. Sobald Menschen ins Spiel kommen (sollten), wird es kompliziert.

Sehr geehrter Herr Hogenkamp,

Sie haben am 13.12.2006 unseren telefonischen Support in Anspruch genommen. Ihre vorangehenden Anfragen lt;sse:CASE_AUTOCLOSED_LIST/> haben wir aus diesem Grund geschlossen.

Sind alle Ihre offenen Fragen am 13.12.2006 geklärt worden? Wenn Sie weitergehende Hilfestellung benötigen oder noch einige Details ungeklärt geblieben sind, wenden Sie sich bitte erneut an uns.

“lt;sse:CASE_AUTOCLOSED_LIST/>” - na, da bleiben doch eigentlich keine Fragen mehr offen.

Könnte allerdings sein, dass doch noch was ungeklärt geblieben ist, wenn ich das jetzt wieder sehe. Mal sehen…

Schade, Viseca, keine Firmenkarte verkauft

Peter Hogenkamp, 30. November 2006 um 12.07 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Viseca, Du Kartenherausgebeorganisation u.a. der Kantonalbanken, ich schrieb im Mai schon mal über Deine Formular-Usability. Auch sonst hast Du nicht nur gute Blogpresse.

Nun wollten eine Kreditkarte für Blogwerk bestellen. Bei “gewünschte Globallimite für Firmen” hatte Ronnie CHF 5′000 eingetragen; hätte ich auch genommen. 3′000 würden auch locker reichen, vermutlich sogar 1′000. Wir brauchen die Karte vor allem, um damit online zu bezahlen, mal eine Software für 30 Dollar, mal einen Flug oder ein Hotelzimmer für etwas mehr. Eigentlich könnte ich das auch alles mit der privaten Karte zahlen und dann abrechnen (mache ich ja derzeit auch), aber weil ich gern mal Schwierigkeiten
habe, alle Belege richtig zuzuordnen, wollte ich lieber eine Firmenkarte haben - dieses bisschen Convenience wäre mir immerhin 100 Franken jährlich wert gewesen.

Viseca Antrag 2006-11-30

Nun haben wir einen Brief bekommen, in dem steht, dass wir eine Bankgarantie brauchen, weil die Firma jünger als ein Jahr ist. Aber nicht über 5′000 oder 3′000 oder von mir aus auch 1′000 Franken, sondern über 10′000, denn das sei das Minimum für Firmen, wurde mir eben ergänzend am Telefon mitgeteilt. Keine Ahnung wieso. Bankgarantie geht so, dass die Bank das Geld einfriert, damit man davon zur Not immer seine Kreditkartenrechnung zahlen kann.

Mit anderen Worten: Ich soll 10′000 Franken auf die Seite legen, um vermutlich nie mehr als 500 im Monat ausgeben zu können? Klingt ziemlich dämlich.

Weisst Du, Viseca, was ich jetzt mache? Ich bestell eine M-Budget- oder Coop-Kreditkarte für CHF 0.- Jahresgebühr und nehm die einfach immer nur für Blogwerk-Ausgaben. Einfach, was? “Schweizer Kreditkartenmarkt in Aufruhr” seit Lancierung der Gratiskarten, las man allerorten, die UBS will nachziehen und so weiter - vielleicht kommt’s ja auch noch bei Euch an, aber ich werd’s nicht mehr mitkriegen.

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  • Über mich

    Peter Hogenkamp, Unternehmer aus Detmold (NRW), seit 1990 in der Schweiz, Gründer mehrerer Startups, zuletzt und aktuell Blogwerk.
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