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Fehlende Permalinks im Web

Peter Hogenkamp, 20. Dezember 2006 um 8.15 Uhr , 3 Kommentare Kommentare

Bin (laufend) an einer Präsentation, was Blogs ausmacht. Eine Folie heisst “Blogs sind das bessere Web” – Aussage: Blogs machen vieles einfach richtig, und zwar by design, also festverdrahtet in der Blogsoftware, was “normale” Websites eigentlich schon lange hätten machen sollen.

Beispiel: Permalinks, d.h. dauerhafte, eindeutige URLs. Viele Websites stellen immer noch wichtige Inhalte auf die Homepage oder auf eine Seite /news.htm, und wenn jemand sie dann verlinkt oder Google sie indexiert, und jemand anders später diese Seite aufruft, sieht sie ganz anders aus.

Suche dabei laufend nach Beispielen. Heute morgen habe ich wieder eins gefunden:

DELPHInarium 2/2006 – Gratistitel bewegen die Medienlandschaft

Obwohl sie sogar links einen Navigationspunkt dafür haben, haben sie keine Seite eingerichtet, sondern man kann nur die Homepage verlinken.

Familiäre Fotorituale

Peter Hogenkamp, 9. Dezember 2006 um 18.37 Uhr , 5 Kommentare Kommentare

Sehr cool: Hier hat eine Familie seit 1976 jedes Jahr am 17. Juni Fotos gemacht.

diegotime 1 2006-12-09

(… Rest bei ihnen angucken…)

diegotime 2 2006-12-09

Und schon gibt es Nachahmer, bei denen allerdings offenbar nicht das Ritual zuerst war, deswegen mussten sie die Fotos zusammen suchen. Trotzdem, schöne Idee – wenn man Zeit hätte, sowas mal für seine Eltern zu basteln, sie würden sich sicherlich freuen.

[Hab das via vergessen, sorry, aber hab's heute morgen in einem Blog eines neuerdings-Kommentators gelesen.]

Gerhard Schröder heute Abend in Zürich

Peter Hogenkamp, 4. Dezember 2006 um 10.01 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

Schröder - Fischer - LafontaineIch gestehe: Ich bin Fan.

Auch nach Regierungschaos direkt nach der Wahl, und das nicht nur nach der ersten, sondern gleich nochmal nach der zweiten, auch nach zu langer Politik der ruhigen Hand in der ersten Legislatur, auch nach einer sehr durchsichtigen Kampagne gegen den aufrechten Paul Kirchhoff, auch nach dem unsäglichen Auftritt in der Parteipräsidentenrunde am 18. September 2005 (wo wenigstens einmal Fernsehpolitikgeschichte geschrieben wurde, als ich live davorsass, nachdem ich schon beim Mauerfall 1989 keinen Fernseher hatte).

Nach all diesen Ereignissen bin ich trotzdem noch Fan. Er ist so viel angefeindet worden für seine Art, aber ich bin immer noch sicher, da ist einer, der zwar ehrgeizig ist und sagt, was er will, was ja schon vielen Leuten sauer aufstösst, aber der bei allem Willen zur Macht auch inhaltlich eigentlich immer nur das Richtige machen wollte. Das ist halt nicht so einfach in Deutschland – was ja inzwischen auch andere erfahren durften, die dachten, “Durchregieren”, das werde super.

Und dass so einer Kanzler wird, der Sohn einer Kriegerwitwe und Putzfrau, und der Einser-Jurist Stoiber halt nicht, das zeigt, dass man eben auch im entscheidenden Moment ja sagen und durchziehen muss, wo andere kneifen. Ich habe nur zweimal in meinem Leben SPD gewählt, und beide Male war es nur seinetwegen.

Dass er nur 17.3 km von meinem Heimatdorf entfernt geboren wurde, spielt dabei nicht so eine Rolle, denn er fühlt sich ja als Hannoveraner. Ist aber trotzdem sympathisch.
EntscheidungenLeider habe ich, als Auslanddeutscher, all seine Wahlkampfauftritte verpasst. Wäre ich besser organisiert, hätte ich wenigstens mal nach Konstanz oder Freiburg fahren können. Zu spät. Heute Abend gibt es nun endlich die Gelegenheit, und das auch noch nur 200 m Luftlinie von meinem Büro entfernt. Er liest für meine Hausbuchhandlung “Buchhandlung am Helvetiaplatz” im “Volkshaus” (für Nicht-Zürcher: das ist die linke Ecke von Zürich; auf dem Helvetiaplatz, an dem Zeix lange ansässig war, versammelt sich jede anständige linke oder linksähnliche Kundgebung, vom 1. Mai bis zum Christopher Street Day), und das Volkshaus, wie der Name schon sagt, das ist halt nebenan, und wenn die Linken sich keine Bühne leisten können, dann drehen sie sich einfach um 90° und predigen von der Kanzel des Volkshauses, was die sogar auf ihrer Homepage zeigen. Wobei auch die Linken natürlich mir irgendwas Geld verdienen müssen (eine Parallele zu Bloggern übrigens), und daher treten im Volkshaus auch regelmässig die Männerstripper “Chippendales” auf.

Schon die Eintrittskarten, von einem Abreissblock mit dünnstem Papier, sehen aus, als stammten sie aus dem vorletzten Jahrhundert und strömen etwas heimelig Linkes aus.

Ich bin gespannt. Auch ob ich dank Schröder den penetranten Frank A. Meyer aushalten kann.

Ruf doch mal an, hp Schweiz.

Peter Hogenkamp, 29. November 2006 um 21.42 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

Als Loic Le Meur in seinem Blog verkündete, er habe die Turnschuhmarke gewechselt, rief – wie er sagte – die PR-Abteilung des abservierten Sportartikelherstellers umgehend an, um sich nach den Gründen zu erkundigen.

Quelle: “Jetzt kommen die Wir-Medien”, FAZ, via Ronnie per E-Mail.

Ich spiele seit gestern morgen mit einem MacBook herum. Hallo, hp Schweiz?

Ja, das bin ich, der, der sich drei Jahre hintereinander jeweils im Oktober einen neuen Laptop gekauft hat, weil der alte so verschlissen war. Wollt Ihr mich einfach so ziehen lassen?

Mist, wir haben die Blogwerk-Telefonnummer immer noch nicht in der Fusszeile, das wollte ich schon längst machen. 043 500 21 50.

HSDPA gut, alles gut

Peter Hogenkamp, 25. November 2006 um 14.47 Uhr , 3 Kommentare Kommentare

Unlimited HSDPA WLAN 2006-11-25

Swisscom Mobile, langsam lieb ich Dich doch noch.

Bin gestern mit dem Laptop auf den Knien durch die halbe Zürcher Agglo gekurvt (neinnein, nicht was Ihr denkt, Ina ist gefahren), und fast überall war HSDPA, konnte mein Glück kaum fassen. Wen interessiert’s da noch, dass die WLAN-Autorisierung immer mal wieder spinnt.

Jetzt gerade in Dietlikon im Restaurant Dieci – hier hätte ich nicht mal mit UMTS gerechnet. Toll!

Jetzt muss ich nur noch eine Volksinitiative lancieren, dass Restaurants verpflichtet werden, unter mindestens die Hälfte der Tische Steckdosen zu montieren, und schon ist fast alles gut.

Apropos, vielleicht kommt das HSDPA ja von Saschas und meinem Gebet auf dem “Altar des Alltags” um 10:41:42. Auszuschliessen ist es nicht.

Kurzer Absturzbericht im Radio

Peter Hogenkamp, 24. November 2006 um 9.48 Uhr , 2 Kommentare Kommentare

So, jetzt ist es bei DRS3 auch auf der Homepage (und auf einer Detailseite) und daher auffindbar und hörbar.

DRS3 Crossair 2006-11-24
(das hier ist verwirrenderweise nur ein Screenshot)

Die Website von DRS3 ist sowas von Web 1.0, das gibt’s gar nicht. Ein einziger Hack, zehn Meter lange URLs, JavaScript-Popups, die man nicht verlinken kann – hier wendet sich der Gast mit Grausen…

Christina LangLustig ist, dass ich mit dieser Christina Lang (auch nicht verlinkbar…) keine Sekunde gesprochen habe, sondern nur mit einem Recherchierer, der mich gestern anrief, fragte, ob ich schnell ein paar Minuten mit ihm reden würde, ich sagte, machen wir ja schon, also legte er mich schnell ins Studio um, ich sagte noch drei Sätze, fertig. Da ist Radio schon recht unkompliziert.

Ich frage mich nur, woher er das mit diesem “Kratzer am Kopf” hat, das auch da oben steht. Das habe ich sicher nicht gesagt.

Crossair 3597 – 5 Jahre

Peter Hogenkamp, 24. November 2006 um 7.53 Uhr , 15 Kommentare Kommentare

Da man mich nur zehn Sekunden googeln muss, um derzeit als Treffer 10 Absturzzeug wie das hier zu finden, kann ich auch ruhig darüber posten.

Cockpit der abgestürzten Crossair 3597

Heute ist fünfter Jahrestag. Heute Abend werden wir in Nürensdorf in dem Restaurant essen gehen, in dem wir Leichtverletzten damals versorgt worden sind. Wir, das sind Jacqueline Badran (würde gern ihren Blog verlinken, den wir ihr eingerichtet haben, aber da steht bisher nur “Hallo Welt ” – vielleicht reagiert sie auf aufmunternde Kommentare) und ich, ein paar Freunde und Angehörige, aber auch die Einsatzleiter der Kantonspolizei, Bruno Keller, und der Feuerwehr, Werner Hangartner, von damals. Das ganze hat sich ein bisschen zu einer Art “Familientreffen” mit einer tragischen Note entwickelt.

Um 22.06 Uhr werden wir wie an jedem Jahrestag seitdem an der Absturzstelle stehen und uns ein wenig freuen, dass wir noch leben. Besonders gespenstisch war es zweimal, als der Flug aus Berlin, den es einige Jahre noch um die gleiche Zeit gab, auch auf der Piste 28 reinkam, so dass er direkt über uns vorbeiflog. In dem Moment wird einem klar, welch einen Unterschied ein paar Höhenmeter machen.

Gestern hat mich schnell noch ein Redakteur von DRS angerufen und kurz interviewt (Schlauerweise habe ich nicht mal gefragt, wo sie das heute morgen ausstrahlen werden; “im Morgenprogramm”, hat er gesagt, vermutlich auf DRS 1 DRS 3 – danke für den Hinweis, Beat, inzwischen ist das Interview online ), wie sich mein Leben seitdem verändert hat. Es ist mir dann immer fast ein wenig unangenehm zu antworten: eigentlich gar nicht. Wir sind am Dienstag danach wieder ins Büro gegangen und haben mehr oder weniger normal weiter gearbeitet.

Habe eben zum ersten Mal entscheidende Änderungen an einem Wikipedia-Artikel (Crossair-Flug 3597) vorgenommen. Die Anzahl Passagiere/Überlebende etc. war an zwei verschiedenen Stellen angegeben, davon einmal falsch.

Mein Vater hat mir zum fünften Jahrestag eine schier unglaubliche Dokumentation zum Unglück geschenkt mit jedem Schnipsel, den er zum Absturz auftreiben konnte. Die nehme ich heute Abend mit.

LSD

Peter Hogenkamp, 23. November 2006 um 19.55 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

Panasonic PT-AX100ENeuer Beamer Panasonic PT AV100: CHF 1892

Taxifahrt vom Bahnhof Wallisellen zu Buchmann Direct Electronics OnlineShop (irgendwo im Keller seines Privathauses, hat aber heute schon vier (!) von den Dingern verlauft) und weiter zum Flughafen: CHF 37.40

Taxifahrerin, die ein TomTom Go hat, aber nicht weiss, was ein Beamer ist, und die nach der Erklärung mit russischem Akzent sagt: “Icchh denke, cchheute stehen alle auf LSD-Fernseher”: Priceless.

Ich in «heute»

Peter Hogenkamp, 22. November 2006 um 2.40 Uhr , 8 Kommentare Kommentare

heute Starbucks 2006-11-21

Mit Toilettenthemen kann man natürlich immer punkten beim Boulevard… :-)

Und wieviel Traffic bringt sowas? Sicher aberhunderte! Ähm… am Mittwoch 30 weniger Visits als am Dienstag. (Update: Einen Tag später waren es dann viermal soviel; ich nehm’s zurück.)

Aber mehrere SMSen und IM-Nachrichten von Freunden, teilweise von lang nicht gehörten. Und das ist schliesslich auch was wert!

Und Peter «Blogwerk» Hogenkamp… ich wollte immer schon einen zweiten Vornamen*, vielleicht sollte ich mir das in den Pass eintragen lassen?

 

* falls ich mal so einen Samsonite-Koffer kaufe, auf den man drei Initialen rubbeln kann — ich sag aber nicht, wer das vor 15 Jahren hatte…

Spiegel Online macht “Satire” auf Kindergartenniveau

Peter Hogenkamp, 14. November 2006 um 7.44 Uhr , 2 Kommentare Kommentare

SpOn SPAM 2006-11-14Unter dem komischen Namen “SPAM“, was vielleicht ein Akronym sein soll, aber man weiss nicht wofür, versucht sich Spiegel Online in Satire.

Der Zusatz “nur für begrenzte Zeit” wirkt dabei wie ein Versprechen, denn die Gags lesen sich, na ja, als versuchte ein Nachrichtenmagazin, lustig zu sein.

Am schlechtesten ist die Aufmachung. Man muss jedes Mal klicken, um den “Witz” anzuschauen. Dieser Zusatzaufwand macht es noch schwerer zu ertragen.

Entwarnung im Puff!
“Axel Schulz’ Schwester arbeitet im Puff”, sorgt sich die “Bild”-Zeitung heute großflächig. Was in dem – von drei Redakteuren – gut recherchierten Bericht natürlich nicht steht: mehr…

(Liest man bei den “drei Redakteuren” noch ein bisschen Medienkritik an der Bild mit raus? Die wird leider in wenigen Sekunden verschüttet, sobald man auf “mehr…” klick.)

Sie arbeitet als Rausschmeißer: Knuff, zack, puff!

Knuff, zack, puff? Puff?? Ha ha! Seit dem letzten “Lustigen Taschenbuch” nicht mehr so gelacht!

Zur Schmerzlinderung schnell jemanden gelesen, der sich damit auskennt: Titanic. Auf der frisch renovierten Website (ich kann mich noch gut erinnern, wie vor acht Jahren im Impressum stand “wir brauchen keine Website” oder so, aber wir waren ja alle mal jung) sind die “Briefe an die Leser” online:

Und wie, »Sanftreinigung Weiße Rose«, Kiel, machst Du eigentlich Werbung:
auf Flugblättern?
Freundlichst: Titanic

Danke!