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Aus dem Klein Report von heute (per E-Mail, noch nicht auf der Site):
Die fiktiven Passagiere und die realen Mietautos
Mit einer überraschenden Lautsprecherdurchsage am Flughafen Stuttgart hat die örtliche Werbeagentur Jung von Matt/Neckar einen ersten Preis am Airport Media Award für Kampagnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz geholt. Ausgerufen wurden die fiktiven Passagiere Geddjur Karätsiggst und Graitoffers Adsiggst, deren «Namen» aber ganz ähnlich wie «Get your Car at Sixt» und «Great offers at Sixt» klingen – und so war es auch gemeint. JvM/N erhielt dafür Gold in der Kampagne «Gestaltete Kampagnen».
Moment mal, das ist doch uralt. Diese «Airport Pranks» aus Heathrow hat Kollege Dührkoop damals in St. Gallen rumgemailt, das war noch vor Webzeiten (oder noch zu Dial-up) oder so.
Inzwischen hat sie zum Glück einer (oder ein paar Zehntausend) auch geposted.
Fazit: Jung von Matt klaut eine zehn Jahre alte Idee aus dem Internet und wird dafür ausgezeichnet.
In knapp drei Wochen, am 31. Oktober, findet zum ersten Mal die Konferenz «SOMESSO» statt. Aus der Pressemitteilung: «Die Corporate Social Media Konferenz hilft Unternehmen dabei, die veränderliche Dynamik der Kommunikation von Individuen und Unternehmen zu verstehen.»
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Seit gestern ist wieder «OLMA, Schweizer Messe für Landwirtschaft und Ernährung» (ursprünglich «Ostschweizerische Land- und Milchwirtschaftliche Ausstellung»).
NZZ Online schrieb: «Couchepin eröffnet die diesjährige Olma». Ein Stück weiter unten liest man: «Waadt ist wieder Gastkanton».
Ja, wie, wieder? Waren sie das vielleicht letztes Jahr auch schon? Ist der eigentlich vorgesehene Gastkanton vielleicht kurzfristig insolvent geworden, und die Waadtländer sind eingesprungen?
Nichts dergleichen: «Wieder» heisst: «zum zweiten Mal nach 1967».
Ein bisschen Erinnerungsvermögen setzt die NZZ halt voraus.
Die Kausalkette: rausfahren – gewinnen – mit goldener Frau mal so richtig rumspritzen ist schon sehr schön akzentuiert. Nicht schlecht, Weber Harbeke am Limmatquai, auch in Anbetracht Deiner Agenturphilosophie*: «Intelligent auffallen.»
Anzeige «Baden im Glück» vom 9.10.2008
* Schick gemacht mit diesen Frames.
Ehrlich, ich bin also empört. Als mymuesli-Gründer Hubertus Bessau gestern in München sagte: «Den neuen Flyer hab ich dabei, kann ihn aber nicht zeigen», tippte ich zuerst: «Zu rassistisch?», und dann gleich ins Schwarze: «Zu sexistisch?»
Update vom 13.10.2008: Das Model, das auf dem Flyer zu sehen ist*, hat einer Online-Verwendung nicht zugestimmt. Deswegen hat mymuesli mich heute gebeten, es hier wieder zu löschen. Natürlich komme ich dieser Bitte nach.
* eine Frau, nackt auf dem Rücken liegend, unter ihr Müsli, über Brust und Bauch ein Schuss Milch laufend
Radio 1, der neue Sender von Roger Schawinski, ist seit einem halben Jahr auf Sendung, und sonderlich gut scheint’s an vielen Enden nicht zu laufen, unter anderem haben die Hörerzahlen nach starkem Anfang schon wieder stark nachgelassen.
Gestern las ich im Klein Report: “Radio 1 mit neuer Weekend- und Musiksendung” und im Kleingedruckten (kein Wortspiel beabsichtigt):
Die beiden neuen Sendungen ersetzen «Planet Ambühl» und «My Song».
Moment, «My Song», das hatte ich mir doch angeschaut, als die Website live ging. Ach ja (man muss ein bisschen rumspielen mit dem Google Cache, bis man es wiederfindet, die meisten Pages sind umgeleitet, manche aber nicht), da konnte man einen Song quasi adoptieren und seine Geschichte dazu erzählen:
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Ich bin überzeugt, man könnte wochenlang nur Auszüge aus Mediadaten bloggen und würde sich bestens amüsieren.
Hier ein Spitzenbeispiel, das ich heute gesehen habe (Quelle):

Mediadaten Sysdata
Also, wie geht das genau? Die Publikation befragt ihre eigenen Leser, und zwar ganze 206 davon (s. Fusszeile), und dann stellt sie fest, dass die meisten ihrer Leser… genau… sie selbst lesen. Etwas merkwürdig ist nur der kleine, braune Anteil, der an 100% fehlt, aber 100% wären wohl zu sehr aufgefallen.
Wir sind alle viel zu anständig…
Tempel für Mac-Jünger
Nachdem sich Blick-am-Abend-Nachrichtenchef Thomas Benkö nicht aufraffen konnte, nach Wallisellen rauszufahren, durfte ich das Foto für sein Blatt schiessen und ein paar Worte sagen.
Artikel siehe links bzw. hier.
Der Satz «Es war wie bei einer Sekte» ist von Benkö, aber er hat mich netterweise noch angerufen und es mir vorgelesen, und eigentlich war es ja auch etwa so. Natürlich steht’s in meinem Post bei neuerdings.com alles viel, viel differenzierter, aber das ist ja auch ein Fachblog und kein Boulevard.
PS. Ha, wochenlang Funkstille, und jetzt drei Posts am selben Tag – structured procrastination, it works.
Landing-Page bei McDonald’s Schweiz im Monzoon-WLAN, nachdem man sich für die 30 Minuten Gratis-Surfen auf “connect” geklickt hat (was per se nervig ist, weil es heisst, dass man z.B. mit dem iPhone nicht sofort seine Mails abrufen kann, aber ich nehme an, das ist nötig, damit man die AGB akzeptiert):

Landing Page McDonald's WLAN
Jedenfalls: Sieht dämlich aus, finde ich. Mit Big Mac assoziiere ich 25 g Eisbergsalat, 2 Unzen Big-Mac-Sausse, Trockenzwiebeln, 2 fettige Hamburger-Patties. Mit meinem MacBookPro dagegen: Soll nicht leicht verschmieren. Passt ausser in Photoshop bei der Agentur ganz schlecht zusammen.
+++ E I L M E L D U N G +++
Bundesrat, Medienminister und Vorzeigeblogger Moritz Leuenberger hat sein Kommen zum BlogCamp Switzerland 3.0 zugesagt.
Moritz Leuenberger, Vorsteher des Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) und als solcher auch «Medienminister», bloggt seit einigen Jahren unter moritzleuenberger.blueblog.ch.
Wir freuen uns sehr, dass er unserer Einladung ans BlogCamp Switzerland 3.0 gefolgt ist. Näheres und auch der Zeitpunkt des Aufritts in der Einführung am Freitag um 10.00 Uhr.
PS. Ich mache keine zweite Pressemitteilung. Journalisten, die Blogs lesen, sind im Vorteil.