Nachdem ich mich hier ziemlich zurückgehalten habe, um es mal zurückhaltend zu formulieren (allerdings habe ich drei hoffnungsvolle Entwürfe geschrieben, nur nie abgedrückt), habe ich heute endlich mal wieder etwas längeres gebloggt — allerdings leider nicht hier, sondern dort: «Eines Tages» vs. «in einigen Jahren»
Die meisten «Anleitungen», die etwas humorig geschrieben sind, verstehen nur genau die Leute, die an der Stelle keine Anleitung brauchen würden. Wer dagegen wirklich die Information nötig hätte, kann mit einer launigen Bemerkung oft nichts anfangen.
Das weiss ich schon lange. Was nicht heisst, dass ich es nicht auch gern immer mal wieder falsch mache. Man sieht es zum Beispiel bei meinem Twitter-Account «hogenkamp», den ich nur habe, damit ich ihn habe und auf den produktiven, «phogenkamp», verlinken kann.
Erstens frage ich mich, wie viele Leute überhaupt die Aussage verstehen, wenn sie den Spot ohne Vorwarnung irgendwo sehen. Aber gut, sagen wir, die Zielgruppe, Geeks wie du und ich, kapiert es.
Zweitens, und das wiegt schwerer, halte ich die Positionierung Barbie = iPhone für ziemlich kontraproduktiv, denn viele potenzielle Droid-Kunden dürften heute ein iPhone nutzen, zum Beispiel ich. Und auch wenn ich mir problemlos vorstellen kann, eines baldigen Tages das iPhone iPhone sein zu lassen und weiterzuziehen (bin ja kein Apple-Fanboy), muss ich vielleicht nicht unbedingt weiterziehen zu einer Firma, die in den letzten zehn Jahren überhaupt nichts geregelt gekriegt hat und aus dieser Defensive heraus mich jetzt erstmal als Tussi beschimpft.
So formuliert, und dann noch von einem «Prominenten», müsste es eigentlich jeder verstehen. Wieso man nämlich nicht denken kann, Social Media Marketing heisse, dass man ein paar Jubeltwitterer positive Statements schreiben lässt (auch bezeichnet als «Seeding», also das Aussähen von Informationen in Medien wie Twitter, die sich dann idealerweise «viral» verbreiten sollen). Twitter ist zu verteilt, zu «netzwerkartig», als dass man eine Botschaft so pushen könnte, wie man sie in den alten Medien oder mit «normaler» Werbung pushen konnte. «Gerüchte im Netz lancieren» sei okay, sagt Cusack, aber danach können die Hollywood-Studios nicht mehr steuern, was über ihr Produkt kommuniziert wird.
Unten der Auszug aus dem Interview «Hollywood hat keine Ahnung» von Thorsten Dörting mit John Cusack. Dörting erliegt zu Beginn etwas zu sehr dem Wunsch, sich von den «Tausenden» von anderen Interviewern abzuheben, aber der Text ist trotzdem lesenswert, insbesondere für «uns» diese Passage: » weiterlesen
Ulrike Langer hat darauf aufmerksam gemacht, dass der «Welt»-Text «Was die Zeitungsverlage von Google lernen können» zum im Vergleich nachträglich publizierten englischen Original-Text von Jeff Jarvis (publiziert ohne eigentliche Überschrift, als Blogpost «My advice to German media») einige etwas verdächtige Kürzungen und einen dummen Übersetzungsfehler enthält.
«Carta» hast es aufgegriffen, daher findet man das ganze inzwischen als zwei identische Posts in zwei Blogs: «Welt Online: Verlegerkritische Passagen fehlen in Jeff Jarvis-Übersetzung» (ich schliesse mich Ralf Schwartz an: Die Carta-Überschrift ist klarer, aber die Kommentar bei Ulrike sind relevanter – besonders der erste vom stellvertretenden Welt- und verantwortlichen Welt-Kompakt-Chefredakteur Frank Schmiechen).
Wenn ich schon mal so was Langes blogge, muss ich auch von hier aus darauf verlinken, finde ich. Meinen Dutzenden von Lesern hier, von denen vielleicht einige nicht zu den Tausenden von Lesern drüben gehören, will ich das nicht vorenthalten.
Peter Rojas und Ryan Block, zwei Engadget-Veteranen, haben ein neues Blog gegründet: gdgt.com. Sie behaupten (bei TechCrunch), man spräche es buchstabiert G-D-G-T, aber das halte ich für Quatsch (vielleicht wollen sie einem Copyrightstreit mit ihrem alten Arbeitgeber AOL aus dem Weg gehen), ich denke, es ist die Steigerungsform von Flickr & Co. (zwei Vokale weggelassen statt nur einem) und spricht sich einfach «Gadget».
Sie haben viele Features für User Participation und lassen damit Engadget, ein «klassisches« Blog, bei dem man «nur» kommentieren kann (wie in unseren übrigens auch, also keineswegs Fingerpointing), irgendwie alt aussehen. Das naheliegendste (wenn man selbst darüber nachgedacht hätte) und trotzdem coole User Feature ist das hier:
Muss nur gelegentlich mal nach alle meine alten Gadgets eintragen. Wollte immer schon mal eine Liste aller Handys aufstellen, die ich jemand besessen habe.
Es gibt Pressemitteilungen, die sind so schlecht, dass man beim besten Willen nicht kapiert, worum es geht. Habe diese hier zweimal gelesen (weiss gar nicht, wieso ich auf deren Verteiler bin; wohl nicht, weil wir privat einen «Bugaboo» haben), und ich weiss immer noch nichts. Weigere mich auch zu googlen. Riverbed ist wohl eine Firma, Steelhead ein Produkt.
Hat irgendwas mit Optimierung der Performance im «WAN» (Wide Area Network, das Pendant zu LAN, aber eben über die Distanz) zu tun. Aber was bloss? Ein bisschen IT-Kenntnisse habe ich ja, aber ich versteh’s nicht.
Schiefe Metaphern, eine zu lange, schlecht erzählte Geschichte ohne Pointe, viel zu viel Nachspann, Rechtschreibfehler – insgesamt: totales Relevanznirwana. Arme Journalisten, die aus sowas eine Story machen müssen.
Sehr geehrte Redaktion,
Riverbed Technology schiebt ab sofort die Leistung und Schnelligkeit der zentralisierten IT-Infrastruktur von Bugaboo an. Der Hersteller stylischer und innovativer Kinderwägen für Babys und Kleinkinder hat sich für zehn Riverbed Steelhead-Anwendungen sowie Steelhead Mobile entschieden, um sowohl die IT als auch die Produktivität der Mitarbeiter und den Kundendienst zu optimieren. » weiterlesen
Leider konnten andere die Newslettermail von web2com von gestern nicht anschauen, wie @marcellini und @a_get_rock schon bemerkten. Daher hier nochmal in Wort und Bild.
Die meisten «Anleitungen», die etwas humorig geschrieben sind, verstehen nur genau die Leute, die an der Stelle keine Anleitung brauchen würden. Siehe mein Twitter-Account «hogenkamp». » weiterlesen
Über mich
Peter Hogenkamp, Unternehmer aus Detmold (NRW), seit 1990 in der Schweiz, Gründer mehrerer Startups, zuletzt und aktuell Blogwerk.
WLAN in der SBB-Lounge: Anders: Man muss jetzt eine 7stellige UserID eintippen. Gleich: Man fliegt regelmässig raus. #swisscomvor ungefähr 12 Stunden
Danke @viele für Feedback zur Performance von nzz.ch. Könnte Loadbalancer-Problem sein, gab's schon mal. Web-IT macht Ticket beim Hoster.
vor ungefähr 13 Stunden