Hier sieht man mal wieder die Grenzen der Umfragekunst: Habe gerade via Lobo an so einem komischen Test teilgenommen.
Erstmal könnte man sich natürlich wieder trefflich über die Methodik echauffieren. Frage 5 etwa ist ganz toll:

Ähm. Ich hatte vier iPods. Ist das “3 bis 5″ oder “4 bis 6″?
Ausserdem denke ich sowieso, dass mein Ergebnis 54% ein Plausibilitätsfehler ist. Ich hab meinen Mac seit drei Monaten, es ist mein erster, ich hatte keinen vorher, also überhaupt keinen, auch keinen G3 (etwa so redundanzfrei sind auch die Fragen), ich mache weder Werbung noch Support bei Verwandten.
Sei’s drum. Hier das tendenziöse Ergebnis:
54%How Addicted to Apple Are You?
Optimierungsproblem - was will man lieber sehen:

Wäre schon gut, wenn man alle Politiker in Deutschland mal in einen Abendkurs zum Thema Wirtschaftsordnungen schicken würde. Da scheint es mir grosse Defizite zu geben.
In einem «Welt Online»-Interview von Juli 2007 lese ich gerade, via Ronnies neuer Zitatesammlung, diese entlarvende Passage:
WELT ONLINE: Frau Nahles, ist “Kapitalist” für Sie ein Schimpfwort?
Andrea Nahles: Ja klar. Kapitalist, das ist ein negativer Begriff. Ein Kapitalist ist jemand, der die gesellschaftlichen Interessen hinter seine eigenen Profitinteressen stellt. Im Gegensatz dazu sind Unternehmer positive Akteure in unserer Gesellschaft. Sie beuten nicht aus, sondern ermöglichen Wertschöpfung und Arbeitskräfte.
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Ich könnte ja den ganzen Tag nur in alten Spiegeln schmökern.
Hatte etwa von 1991 bis 1997 so gut wie alle Ausgaben auf dem Kleiderschrank meiner St. Galler Wohnung gesammelt, habe sie dann beim Umzug weggeworfen, was sich nun endlich als richtig rausgestellt hat.
Aber ausser Schmökern kann man auch sinnvolle Sachen machen, z.B. in alten Posts von sich selbst, in denen man den Spiegel zitiert hat, einfach jetzt im Nachhinein flott den Volltext verlinken. Gerade nach einem Kommentar von ugugu hier gemacht. (Ctrl-F “spiegel”) Liest das denn noch jemand, so dass sich das lohnt? Ist mir doch egal. Wenn es einer liest, freut er sich vielleicht über den Link.
Information wants to be free. Hab ich mal für Weltverbesserer-Blödsinn gehalten (vgl. TANSTAAFL), aber langsam glaube ich’s selbst - jedenfalls aus Nutzersicht. Die Serverrechnung muss allerdings immer noch irgendeiner zahlen.
Sehr guter Artikel übrigens auch von Johnny Haeusler zum Thema Wissenspluralismus, aber den habt Ihr ja schon alle um 6 vor 9 angeklickt.
Schon wieder eine Anfrage für eine Befragung bekommen. Diesmal heisst es “Experteninterview”.
Deswegen fängt es auch an mit der Frage:
Wenn Sie an Corporate Blogs denken, welche Keywords kommen Ihnen hierzu spontan in den Sinn
Schon sehr schön. Das ist in der Tat eine typische Umfrage-Frage, allerdings eine, die man nicht in einem sog. Experteninterview wenigen Experten stellt, sondern zum Beispiel vielen Leuten auf der Strasse, um herauszufinden, wie der Wissensstand in der Bevölkerung ist. Andere Baustelle also. Vgl. z.B. Schnell/Hill/Esser, Methoden der empirischen Sozialforschung, Kap. 7.1.1.1.1 (kein Scherz!) “Zum Bezug von Fragen und erwarteten Informationen”.
Dass dort oben kein Fragezeichen steht, ist übrigens kein Zufall. Von den acht Fragen steht nur hinter einer ein Fragezeichen. Meine Lieblings”frage” ist Nummer 2:
Was machen erfolgreiche Corporate Blogs aus
Aus… sich und ihrem Blogdasein?
Ich habe eine neue Kategorie ‘Dummfragen’ eingerichtet, sorry Kalauerwortspiel, aber das scheint sich zu lohnen.
Sehr hübsch:

Via BLICK, Einstieg hier, aber inzwischen geflickt.
289 Einsendungen beim ebookers-Gewinnspiel als “Cornelia Zeller”, “Conny Zeller”, “Cornelia Zeller-Blumer”, “Hugo Zeller” und allen Permutationen; und auch nicht schlecht, Dutzende von Mailadresse zu haben von wettbewerb1 bis wettbewerb19 und wettbewerba bis wettbewerbz, ich seh schon, die Gewinnspielteilnehmerbranche hat technologisch gewaltig aufgerüstet - aber ganz doof sind wir halt auch nicht, daher wünsche ich mehr Erfolg anderswo.
Wir bereiten gerade einen Beitrag vor, bei dem es um die Anfänge des WWW geht. Erscheint am 26.2. bei medienlese.com.
Einerseits ist es echt lustig, sich zehn Jahre danach daran zu erinnern, wie schlimm die Technik damals noch war. Installations-CDs, Dial-up per Modem, abbrechende Downloads - hihi, wie putzig aus heutiger Sicht, wo man immer online ist und alles nur Sekunden dauert.

(Foto Keystone, Martin Rütschi)
Nur: Wenn’s dann mal passiert, dass man offline ist, dann ist es viel schlimmer als früher.
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[flash]http://www.youtube.com/v/op2RPts56Tc[/flash]
In halbwegs eigener Sache: Morgen Abend endet das ebookers-Gewinnspiel.
Teilnahme nur für Schweizer. (Aber eine c/o-Adresse findet man vermutlich schnell. :-)
Aus aktuellem Anlass und weil Sixtus über die Uhrzeit twitterte. Mir hat das mit den Hausdurchsuchungen mal ein Hauptmann der Zürcher Kantonspolizei erklärt.

Abtransport der beschlagnahmten Akten vor dem Haus von Post-Chef Klaus Zumwinkel heute morgen (Foto Keystone, Martin Meissner)
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