Hirnloses Blogbashing in der Süddeutschen jetzt im Zweiwochentakt

Peter Hogenkamp, 1. September 2007 15:09 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Journalisten und Blogger (bloggende Journalisten gehören zur zweiten Kategorie) können unter an derem nicht Freunde werden, weil Journalisten manchmal beim Schreiben über Blogger das Gehirn ausschalten. (Blogger umgekehrt, nun ja, deutlich seltener, eine Ausnahme fiele mir schon ein, aber der Herr hält selbst nichts von Trackbacks.)

Stefan Winter schreibt gestern auf jetzt.de unter dem Titel Kritik an den Kritikern: Warum das BildBlog nervt einen weitgehend sinnfreien Artikel.

Ein Kritikpunkt: Niggemeier verdiene mit seinem “kommerziellen” BILDblog mit an der Schlechtheit der Bild-Zeitung. Ja genau. Und Amnesty International an der Folter. Und der WWF an der Brandrodung. Und Greenpeace am Walfang.

Und vor allem verdienen sie alle gleich viel. Das finde ich nach wie vor absurd an dieser Kommerzdiskussion: Man blendet die Dimensionen völlig aus. “Kommerziell” ist scheisse, egal ob einer sich mit dem verdienten Geld einen Porsche kauft oder gerade mal Hosting und Spesen zahlen kann.

Ich hab keine Ahnung, wieviel der BILDblog im Monat mit Werbung einnimmt. Sagen wir mal, es wären 5000 Euro - was vermutlich, leider, deutlich zu hoch geschätzt ist. 1. Das geht bei denen mindestens durch zwei. 2. So viel verdient allein Kai Diekmann in der Woche.

Nee, nee, lieber “Kritiker der Kritiker”, als Kritiker der dritten Potenz muss man einfach festhalten: Zu wenig nachgedacht.

PS. Hier Niggemeiers eigene Replik “Nervt’s?”, die ich erst hinterher gelesen habe.

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