Paketbote mit eigenem Chauffeur
Von Peter Hogenkamp am 12. July 2007 um 08:05 Uhr Kommentare (0)
Kategorien: Wirtschaft & Arbeit
Erfahre gerade von unserem Zeix-Putzmann, der früher Paketbote bei der Post war, live beim Staubsaugen diese Schmonzette: Ein ehemaliger Kollege von ihm hat besoffen in alkoholisiertem Zustand einen Unfall verursacht. Natürlich ist der Führerschein/-ausweis für eine Weile weg.
Was nun passiert, kommt auf das Verhältnis zum Chef an: Die Varianten sind: 1. Rausschmiss (durchaus nachvollziehbar, finde ich; wenn man nun mal einen Job hat, bei dem man ihn braucht), 2. Innendienst, also irgendwelche Pakete von Hand durch die Gegend wuchten (unser Ex-Paketbote sagt das, als wäre das etwa gleichzusetzen mit einem Straflager in Sibirien), und 3. weiterarbeiten als Paketbote zusammen mit einem Chauffeur, der fährt, während er selbst nur aussteigen muss, das Paket abgeben und mit dem PDA rumpiepsen.
Da das so eine Art Stammtischgeschichte ist, muss man auch ein Stammtischargument bringen: “Für sowas haben sie Geld, aber in St. Gallen Rotmonten (eigene Filiale nach Wahl einsetzen) die Post dicht machen. Sauerei!”
Wollte noch schnell den obersten Zuständigen bei der Post bashen, aber musste auf der Seite “Konzernleitung” erfahren, dass er kürzlich verstorben ist, ein paar Monate vor Erreichen des Ruhestands im November 2007. Auch eine Art Stammtischthema: Herzliches Beileid. Und nichts für ungut wegen des Chauffeurs.
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