044-Kleber auf Tramwerbung vom Cambridge Institute

Peter Hogenkamp, 12. Juni 2007 um 0.52 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Merke: Wenn sich zwei “alte” Militärkollegen im Zug treffen und über die “alten” Zeiten plaudern, müssen die beiden nicht unbedingt wirklich alt sein, um eine gewaltige Menge an Erinnerungen auszutauschen - das können auch Endzwanziger schon. Ein spontanes Kränzchen gewunden den Erfindern von MP3-Player und In-Ohr-Kopfhörer und dem gleichmässig lauten Soundteppich unter den meisten Liedern.

And now for something completely different.

Seit dem 1. April gilt für Zürich nur noch die Vorwahl 044. Drei Jahre war die Übergangsfrist, in denen beide Nummern genutzt werden konnten. Gefühlt knappe zehn Jahre lief die Informationskampagne des Bakom zum Thema. Und trotzdem wurden manche wie das “Cambridge Institute” immer noch überrascht, die jetzt schicke Schilder ihre Dispenser im Tram kleben müssen:

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Hats off, Cambridge Institute, das hast Du wirklich sauber gemacht. Sollte ich Lewis Carbone von Experience Engineering als Beispiel für einen “Service Clue” schicken. Muss über seine Rede in Vegas nochmal was Längeres schreiben.

Löwen-Aussenanlage verdeckt AXA-Werbung.

Peter Hogenkamp, 8. Juni 2007 um 7.11 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

Diesen neue Informationsstand der SBB mitten in der Bahnhofshalle (Höhe Gleis 15) finde ich prima. Da haben sie sich mal was Gutes bei der Deutschen Bahn abgeschaut, die mit diesen Nur-Info-Ständen schon vor einigen Jahren aus den Schalterhallen rausgekommen sind.

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Und auch die Laufschrift “Löwen-Aussenanlage ist eröffnet” hat irgendwie was, wenn das das erste ist, was der anreisende Besucher von Zürich sieht.

Was ich mich nur gefragt habe: Das Plakat dahinter hat wohl mindestens drei Viertel seines Wertes verloren. Aus der Halle sieht man es nur noch in einem sehr schrägen Winkel, oder aus der Froschperspektive von der Rolltreppe darunter.

Ob das schon in dem Tarif abgebildet wurde, den die AXA zahlt?

Die Plakatvermarkterin APG schreibt auf Ihrer Website: “Jedes unserer Grossformate wird individuell nach der G-Wert Methode bewertet. Der G-Wert sagt aus, wie viele erinnerungswirksame Kontakte eine Werbefläche pro durchschnittliche Stunde generiert. Mit der Implikation der Werbeerinnerung (Recognition) sprengt er den herkömmlichen Kontaktbegriff und stellt die härteste Währung im Intermedia-Vergleich überhaupt dar.” Aha. Ja, hart ist das sicher, wenn man plötzlich so in den Hintergrund gedrängt wird.

Und was kostet es nun? Habe ich nicht gefunden, auch wenn die lyrischen Namen der APG-Werbemittel wie “Rollingstar F12L RailCity HB Zürich”, “Highwaystar F12 Zürich” oder “GF - The Big Rotation” einen Besuch der Website wert sind (alles modern mit JavaScript umgesetzt, daher ausser der Suchmaske nicht verlinkbar).

Eine Etage tiefer kostet’s jedenfalls CHF 98′500 pro Jahr (Ansicht des PDF lohnt sich, der Fotograf hat sich nicht einen Deut bemüht, vor der “attraktiven Werbefläche für die exklusive Werbebotschaft” auch einigermassen attraktive Mitglieder der Zielgruppe abzubilden), also wird’s oben schon mal nicht billiger (gewesen) sein. Ich frag mal nach.

Update: Ach so. Die ganz, ganz grossen Werbeflächen macht nicht die APG, sondern ihre Schwesterfirma Paron. Auf deren Website findet man auch das Plakat als Fläche 43.1876, Hauptbahnhof Querhalle (diese Affichage-Websites sind alle gleich dämlich gemacht, so dass man eigentlich nicht direkt verlinken kann).

Auf dem im PDF abgebildeten Foto stehen sie deutlich weiter rechts als ich auf meinem Foto oben - von dort würde man das Plakat trotz SBB-Teil sogar noch sehen. Aber auf dem kleinen Foto dafür gar nicht mehr. Aber vielleicht haben sie auch in den AGB stehen, dass sie nur einmal im Jahr die Standorte neu evaluieren. Ein Preis steht leider nicht drin. Dafür, dass man keine politische Werbung machen darf.

paron plakat-querhalle 2007-06-08

Real existierendes HSDPA

Peter Hogenkamp, 6. Juni 2007 um 16.09 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

“Momentan kann mit HSDPA eine Datenübertragungsgeschwindigkeit von bis zu 3.6 Mbit/s erreicht werden. Diese ist damit in etwa so schnell wie ein ADSL-Anschluss zu Hause.” Quelle

Mit der Betonung auf “kann”. Man sollte halt nicht im Zug sitzen, wo die anderen auch alle online sind (vor allem bei einer Stunde “Abgangsverspätung” - eines der besten SBB-Wörter - ab Basel SBB wegen einer Stellwerkstörung bei Sissach), sonst sind es de facto zwischen 30 und 40 kB/s, also etwa ein Zehntel von dem o.g. Maximum.

mobile-unlimited heute 2007-06-06

Aber zum “heute” runterladen (das einem leider keiner mit Schirmmütze in den Zug bringt) hat’s immer noch flott gereicht.

hier kommt was sehr interessantes für Dich

Peter Hogenkamp, 6. Juni 2007 um 10.39 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Rudolf Märtens <Rudolf.Maertens@t-online.de> Tue, Jun 5, 2007 at 3:00 AM
Reply-To: Rudolf.Maertens@t-online.de
To: anschaulich@blog….com

Hallo Hartmut!

Sende Dir wunschgemäß folgenden interessanten Link - habe ich vorhin gerade entdeckt.

http://www.dubli.com/auktionsdetails.cfm?auctionID=539153

Scheint eine wirklich interessante Sache zu sein, wenn man im großen Stil E-Mail Werbung betreiben will. Vor allem, so wie ich gelesen habe, ohne wegen SPAM abgemahnt werden zu können. Aber les Dir das mal lieber selber durch.

Ruf mich morgen mal im Büro an, ob das was für Dich ist

Gruß Rudolf

Hallo Rudolf!

Wow, toller Trick. Machen das nicht auch die Sexhotlines so, dass man irgendwelche 900er-Nummern anruft, wo man denken soll, man hört zufällig ein Gespräch ab? Glaubt es dort jemand?

Aber sonst danke für den tollen Tipp. Ich bin sicher, die Qualität der Mailadressen ist super, und alle haben wirklich double-opt-in gemacht. Mache ich auch immer bei Spam.

Kann ich sonst noch was für Dich tun? Dir einen Virus schicken oder die Nigeria-Connection auf den Hals oder so?

Der Imperativ von “lesen” lautet übrigens “lies”. Aber nichts für ungut.

Gruss, Peter

Mutti, mir geht’s gut!

Peter Hogenkamp, 6. Juni 2007 um 8.18 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

20min Seite2 Mutti 2007-06-06

Quelle: «20 Minuten» vom 6. Juni 2007, Seite 2 (ohne Bildnachweis)

Mutti 2007-06-06

You know you’ve been in Switzerland too long when…

Peter Hogenkamp, 5. Juni 2007 um 7.00 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

… you’re taking the 6:42 train and feel like you slept late.

Ich hab die Liste (runterscrollen zu “The Original”) sicher schon mehrfach verlinkt, aber hier ist sie trotzdem nochmal. “You think sponteniaty spontaneity is OK, as long as it’s planned”, habe ich auch in meiner Intro am BlogCamp als Umschreibung des BarCamp-Prinzips zitiert; inzwischen bin ich von dieser Denkweise selbst etwas infiziert, glaube ich.

«Trigami setzt ganz auf bezahlte Weblogs» im CASHdaily von heute

Peter Hogenkamp, 4. Juni 2007 um 7.16 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Glückwunsch, Remo, gelungene PR. (Lieber heute als morgen in Mitgliedern der CASH-Familie, man weiss ja nie…)

cashdaily trigami 2007-06-04

Tussi-Kissenschlacht am HB Zürich

Peter Hogenkamp, 4. Juni 2007 um 7.08 Uhr, 10 Kommentare Kommentare

Aus «20 Minuten» von heute (in der Zürcher Ausgabe auf S. 3 - hier online):

Gigantische Kissenschlacht beim Hauptbahnhof Zürich

In Zürich soll am Donnerstagabend eine monumentale Kissenschlacht stattfinden: Erwartet werden bis zu 800 Teilnehmer.

(…)

Damit die Schlacht friedlich bleibt, wurde ein strenges Regelwerk mit zehn Geboten ausgearbeitet: So ist es unter anderem untersagt, das Kissen mit schweren Objekten zu füllen…

Was? Wo bleibt denn da der Spass, wenn man keine schweren Objekte einfüllen kann??

Da ist die Kissenschlacht in Rostock doch irgendwie aus anderem Holz geschnitzt…

Aber mal im Ernst, den Spruch “Zwischen Helm und Nasenbein passt immer noch ein Pflasterstein” (letzter Satz im SpOn-Artikel Randale spaltet Protestbewegung) finde ich nur widerlich und menschenverachtend. Ich bin eigentlich recht liberal, was Demonstrationsrechte angeht, und ich finde auch 12 Kilometer lange Zäune nicht toll (kostet übrigens 12 Millionen Euro, was die Grobofferte einfach macht, wenn man selbst mal etwas einzuzäunen hat).

Aber Bullenklatschen als Wochenendsport für aus ganz Europa anreisende Chaoten erst recht nicht. Wenn einer sowas sprayt, sympathisiere ich plötzlich mit Wolfgang Schäuble, weil er dann einfach recht hat.