Wie wird man ein berühmter Blogger?

Peter Hogenkamp, 14. März 2007 um 20.32 Uhr, 21 Kommentare Kommentare

Gibt es nicht so einen Witz, der so ähnlich geht: (Achtung, Pointe grausam versaut): “Wie gewinnt man eine halbe Million beim Roulette? Indem man zuerst eine ganze gewinnt verdient und dann nur eine halbe wieder verliert.”

Ähnlich kommt’s mir bei Bundesrat Moritz Leuenberger vor, der seit heute bloggt. Wie wird man ein berühmter Blogger? Indem man zuerst berühmt wird und dann anfängt zu bloggen - und alle stürzen sich darauf, selbst auf einen einzigen Post.

Die Nachricht war so wichtig, dass ich sie schon frühmorgens das erste Mal per Skype-IM mitgeteilt bekam, dann noch zweimal von anderen, sie im Laufe des Tages zehnmal in anderen Blogs oder Newstickern gelesen habe, im “heute” auf der Titelseite, und so weiter. Morgen wird es noch in 50 weiteren Zeitungen stehen. Technorati findet seitenweise Blogposts von heute zu Moritz Leuenberger.

Warum er das allerdings unterhalb von Blueblog macht, ist zunächst mal rätselhaft. Nicht so sehr, weil es nicht bei admin.ch läuft, das werden sie wohl absichtlich gemacht haben, damit man Privatmeinung (soweit ein Regierungsmitglied eine solche haben kann) und offizielle Ratsmeinung auseinanderhalten kann, sondern auch: Warum ausgerechnet unterhalb von Blueblog? Nichts gegen Bluewin, aber ehrlich gesagt ist das doch kein sehr gehaltvolles Umfeld. Oder kennt jemand einen guten Blog, der dort läuft? Ich lese jedenfalls keinen. Da wäre schon direkt *.kaywa.ch besser gewesen (dieselbe Software ist’s ja eh) oder was anderes. *.wordpress.com, was wohl derzeit beste Adresse ist, wenn man schon bei einem hosted service sein will, hätte vielleicht schon wieder kritische Kommentare provoziert von wegen: Wieso nicht in der Schweiz? Ich merk schon: Nur leicht hat man’s auch nicht als Bundesrat, aber immerhin gucken alle hin.

Auch Publicitas ist in «Second Life» angekommen

Peter Hogenkamp, 12. März 2007 um 12.42 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

Aus dem Klein Report:

Auch Publicitas ist in «Second Life» angekommen

Publicitas International Switzerland AG hat eine Filiale auf
«Second Life», dem 3-D-Kosmos im Internet, eröffnet. Das Haus
soll zunächst als Informationsplattform und Treffpunkt für
Medienschaffende dienen und dann rasch zu einem eigentlichen
interaktiven und digitalen Dienstleistungszentrum ausgebaut
werden, teilte Managing Director Daniel Schüpbach am Sonntag
mit. Medienpartnern der «P» International soll es ermöglicht
werden, ihre Produkte, Dienstleistungen, Kampagnen und
aktuellen News in unterschiedlichen interaktiven Showrooms auf
http://slurl.com exklusiv auszustellen und in einem
dreidimensionalen Raum zu präsentieren. Besucher können
Mediendaten und Informationen abrufen und mit einem Klick
weitere Details erhalten. Eine «persönliche Beratung am
Empfangsschalter sei ebenso im Angebot wie die Möglichkeit, via
Pinwand Fragen und Anregungen anzubringen und später zu
speziellen Themen einen Blog zu starten.

Ohne gemein sein zu wollen, aber irgendwie kann es langsam nichts Besonderes mehr sein, eine Filiale in Second Life zu haben… :-)

“3-D-Kosmos im Internet” klingt allerdings auch ein bisschen wie “wir haben gehört, dass es da sowas Neues gibt”.

Sponsored Posts anderswo:
dürftig

Peter Hogenkamp, 9. März 2007 um 15.11 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Hoffe, dass trigami solche völlig lieblosen “Sponsored Posts” wie diesen vom Blognetzwerk-”Kollegen” Torsten Jacobi nicht durchlässt. Da ist ja nur der Pressetext reinkopiert. Und nicht mal der Link funktioniert.

So kann das nicht funktionieren. Die Idee wäre doch, dass jemand SnagIt testet und sagt: “Super Tool, nehme ich jetzt immer.”

Zeix benutzt SnagIt seit 2001. Wüsste nicht mehr, wie ohne leben. Etwas gefährlich fand ich, dass sie in der 7er und in der 8er-Version gleich nochmal das Layout der Applikation grundlegend geändert haben, aber es ist beide Male besser geworden, wie man nach einer kurzen Einarbeitungszeit merkt.

Diese Aussage war nicht sponsored.

GirlGeekDinners

Peter Hogenkamp, 9. März 2007 um 13.01 Uhr, 7 Kommentare Kommentare

GirlGeekDinnersItaly 2007-03-08Cooles Networking-Event für die anderen: GirlGeekDinner.

Mir fallen spontan etwa vier Frauen ein, die sich für IT als “Lustobjekt” interessieren (im Sinne von: es macht mir Spass, mich damit zu beschäftigen, ist nicht nur Broterwerb). Zwei davon arbeiten bei Zeix. Immerhin.

Wenn man sowas in Zürich macht, empfehle ich aber dringend, dass es eine kommunistische Sozialarbeiterin mit eigenem PC organisiert, und niemand, der mit IT Geld verdient - sonst könnte es zu Interessenkonflikten kommen!

[von Bernhard Berger von Excite Italien per Mail]

Torjägerkanonengravur

Peter Hogenkamp, 9. März 2007 um 10.51 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Die vom Sportmagazin “Kicker” verliehene Torjägerkanone ist in ihrer militärischen Form ein schlimmer Anachronismus eine Institution seit 1966.

Bei ebay wird die von 2004 gerade versteigert (noch 5 Stunden, derzeit steht sie bei unglaublichen 450.000 Euro), was für viel Aufsehen in den deutschen Medien sorgt.

“Ex-Berater verhökert Ailtons Kanone” oder ähnlich lauten die Überschriften, klingt von weitem, als sei da ein wieder mal ein gewissenloser Abzocker am Werk, der einen armen, nicht deutschsprechenden Brasilianer verarscht. Wenn man aber die Artikel liest, sieht es etwas anders aus: “Aber bezahlen kommt in seinem Wortschatz nicht vor”, meint der ehemalige Berater Werner Helleckes. Und: “Man muss realistisch sein. Ich will wenigstens das Fremdgeld zurück, das ich für ihn ausgelegt habe.” Da habe ich dann plötzlich wieder eher Sympathien für den Berater. Wenn man als Dienstleister kein Geld für seine eigenen Leistungen kriegt, ist es schon ärgerlich genug. Aber wenn man für den Kunden Unteraufträge vergeben hat, die man bezahlen musste, und nicht mal diese Auslagen wieder bekommt, dann vergeht’s einem schnell. Ailton behauptet natürlich (via BILD) das Gegenteil, und eigentlich ist es mir auch egal.

Witzig dagegen finde ich die Nahansicht des auf die Kanone geschraubten Schilds, die man bei eBay sieht. Das Schild ist wohl auch seit 1966 unverändert und wird vermutlich von irgendeinem Pokalshop schräg gegenüber vom Olympia-Verlag in Nürnberg graviert. Wenn ich die Prozedur im Fernsehen sehe (immer am ersten Spieltag der Folgesaison, glaube ich), hätte ich mir das irgendwie wertiger vorgestellt, mehr so mit Lasergravur oder so.

Aber das Prinzip hält ja auch Sepp Blatter hoch: Von der Kreisklasse bis zum WM-Endspiel soll eigentlich alles überall gleich funktionieren (deswegen gibt es keine Fernsehurteile). Also wohl auch die Gravuren.

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Update zur e-Bay-Geschichte:

80 Minuten vor dem Ende hat die Internetplattform eBay die Auktion von Ailtons Torjägerkanone gestoppt. Zu diesem Zeitpunkt lag das Höchstgebot bei 600.000 Euro.

Details bei Spiegel Online.

Behaarte Männerkörper als Medienthema

Peter Hogenkamp, 9. März 2007 um 10.25 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

Der Klein Report zeigt, wie man es recht weit interpretiert, wenn man “Mediendienst der Schweizer Kommunikationsbranche” ist.

Werber aufgepasst: Behaarte Männerkörper kommen wieder

Wen gruselt es heute nicht beim Anblick alter James-Bond-Filme, wenn Sean Connery seinen grosszügig behaarten Oberkörper zur Schau stellt!? Doch genau das soll wieder Mode werden. Das destilliert die deutsche Depeschenagentur aus dem Umstand, dass der 17-jährige Harry-Potter-Darsteller Daniel Radcliffe kürzlich auf einer Londoner Bühne im Adamskostüm aufgetreten sei und dabei - shocking! - Haare auf Brust und Bauch gezeigt habe. Weiteres Indiz: Bei der diesjährigen Wahl zum «Mister Schweiz» im April sollen erstmals seit vielen Jahren wieder Finalisten mit Haaren auf der Brust antreten, wie die Medienstelle «Mister Schweiz bestätigt habe (3 von 16, ganz genau).

Weitere Indizien für die These ortet die DPA in der internationalen Modewelt, wo wieder mehr behaarte Männermodels gebucht würden. Und in der Schwulenszene, wo Männer-Trends früher zu sehen seien als anderswo, seien behaarte Körper bei einer Umfrage unter Schwulen nach Po, Augen, Lippen und Humor auf Platz fünf jene Attribute gelandet, die Männer an Männern sexy finden. «Das Motto lautet also: Waschbärbauch statt Waschbrettbauch», so nennt die Agentur die Quintessenz.

Hurra. Endlich nicht mehr stundenlang rasieren/wachsen/lasern - um zumindest schwulen Männern zu gefallen… :-)

Was ich mag:
Frauen mit guter Rechtschreibung

Peter Hogenkamp, 8. März 2007 um 14.58 Uhr, 6 Kommentare Kommentare

Wo ich das heute-PDF schon mal offen habe, schnell noch ein Wort zu Maya, 31, Pflegefachfrau aus Buchs SG:

heute Rechtschreibefehler 2007-03-06

Das nervt mich: Rechtschreibefehler, ungepflegtes Aussehen.

Tja, ich bin völlig einverstanden (ausser wenn ich gerade meinen ungepflegten Tag habe), aber, liebe Maya, ich fürchte «Rechtschreibfehler» hat kein e (Das ist ein Fugen-e, oder?) in der Mitte. So steht’s jeweils im Duden (23. Auflage, aber das wird sich wohl zur 24. nicht geändert haben und 24. Auflage). Nur wissen wir nicht, ob diese Seiten ein Redaktor tippt oder die Leute selbst.

Vor vielen Jahren, etwa 1982, und natürlich nur zu Usability-Testzwecken, hatte ich mal ein Profil bei FriendScout24 (die Usability ist grauenhaft, aber die vom Schweizer Marktführer Partnerwinner erst recht) und im unvermeidlichen Fragebogen “Wie sieht Ihre Traumfrau aus?” geschrieben: “Sie kennt das Substantiv zu spontan”, weil es mich so nervte, dass alle Frauen bei guten Eigenschaften immer “Spontanität” schrieben, wo es ja “Spontaneität” hätte heissen müssen, zu meiner Zeit ein beliebtes Diktatwort. Ich bekam erstaunlich viele Zuschriften auf genau diesen Punkt - erschütternderweise waren unglaublich viele falsch, aber dafür mit umso mehr Verve vorgetragen (nach dem Motto: “denkst wohl, ich bin doof!”)

Dummerweise war schon die Rechtschreibreform im Schwange und hatte inzwischen beides erlaubt (heute steht im Duden: “Spontaneität, seltener Spontanität”), worauf mich eine Lehrerin hinwies; die einzige überhaupt, die wusste, dass das Wort reformiert worden war. Der Witz war weg, ich war kuriert und ich zog mich aus dem Onlinedatingmarkt zurück.

Maya-Update: Hm, war jetzt nochmal schnell auf der heute-Website unter Community, und dort habe ich nur Manuela, 30, aus Buchs SG gefunden (Habt Ihr Ostschweizer Wochen bei heute? Sieht auch aus, als sei sie am selben Ort fotografiert.), aber das ist nicht dieselbe. Maya finde ich nirgends. Wie ist denn dieses Popup Alle User aus der Zetung… sortiert? Random? Wie findet man dort jemanden von gestern?

Shutdown Day ausgerechnet am BlogCamp-Tag 24. März

Peter Hogenkamp, 7. März 2007 um 5.21 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Tja, Freunde, sonst mach ich ja überall gern mit, aber hier nicht. Unser BlogCampSwitzerland soll schon anders werden als andere Konferenzen, aber nicht so anders, dass wir nur mit Wandtafeln arbeiten.

Aber ich könnte auch sonst schlecht, zugegeben. Ich mach’s zwar manchmal, aber nie freiwillig.

[via inside-it]

Joost tokens added

Peter Hogenkamp, 7. März 2007 um 4.34 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Hello,

We have added new tokens to your account, so you can invite more people to participate in the Joost beta testing program.

To invite others, please go to https://www.joost.com/betatest/invitations.html and enter their email addresses. They’ll be sent an invitation and a password to start participating right away.

Best regards,
The Joost team

Wer will?

Sieben Mulden und eine Leiche

Peter Hogenkamp, 7. März 2007 um 3.51 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Gerade entdeckt, weil ich auf seiner Blogroll bin (warum auch immer): Sieben Mulden und eine Leiche (Blog - Trailer) von Thomas Haemmerli.

Muss ich sehen, als selbst 25-Prozent-Messie (spontane, eigene, erstmalige Schätzung).

Im Moment enthält der Bereich “Blog” nur das, was auch im Presseheft steht. Ich hoffe, das ändert sich noch.