Drängler-Reporter live von der A1

Peter Hogenkamp, 8. November 2006 um 10.22 Uhr, 10 Kommentare Kommentare

ZH 410488

Der Preis für den dümmsten Autobahndrängler des Tages geht an den Fahrer eines VW Passat mit dem Kennzeichen ZH 410488 für die folgende Kombination:

- bei Tempo 120 (Höchstgeschwindigkeit auf Schweizer Autobahnen) bis auf 30 cm auffahren und lichthupen, obwohl die Autobahn auf allen Spuren sichtbar so voll ist, dass es nicht das geringste bringt, an mir vorbei zu kommen,

- einen Kilometer weiter (Ausfahrt Wallisellen) abfahren.

Immerhin schien er deutlich verunsichert, als er sah, dass ich ihn nach dem Vorbeilassen von hinten fotografierte. Sollte ich demnächst die Nikon mitnehmen, um bessere Dränglerfotos zu machen?

Wobei die Tatsache, dass das Foto nicht so gut ist, weniger schmerzt angesichts des tollen Onlineangebots Autoindex der Strassenverkehrämter der Kantone AG, SH, ZG, ZH:

Autoindex ZH-410488

Ich versteh Dich schon, Mehmedi Besnik, dass Du es eilig hattest, ich nehme an, Du musstest um 8 Uhr bei der Arbeit sein. Aber mal als Idee für morgen: Vielleicht eine Viertelstunde früher aufstehen?

Kann man nicht einen Trackback zur Kantonspolizei machen oder wenigstens einen automatisch hochgeladenen Moblog des Fotos zu “Daily Blogging” in “heute“?

Wow, Robert Basic ist in der New York Times

Peter Hogenkamp, 8. November 2006 um 5.40 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Etwas, wogegen auch ein Artikel im Spiegel verblasst: Eine Erwähnung gleich im ersten Absatz eines Artikels der New York Times. Robert Basic, a 40-year-old technology consultant in Frankfurt, hat’s geschafft. Glückwunsch!

Was MySpace angeht, bin ich völlig einverstanden. Wie schon berichtet habe ich bisher etwa fünf Anläufe genommen, dort ein wenig zu surfen, um das Phänomen zu verstehen, aber ich konnte dieses Geflimmer einfach nie länger als zehn Minuten aushalten. Natürlich ist das ein Generationenproblem, aber es ist auch einfach schlecht gemacht. Die Wege des Teenagers sind unergründlich, aber die des US-Teenagers sind noch unergründlicher für uns, und es würde mich ebenfalls nicht wundern, wenn der deutsche Ableger floppt. Womit ich nicht sagen will, dass die gloriosen deutschen Herausforderer T-Community und MyBertelsmannSpace (angekündigt) es besser machen werden.

(via Mail aus Übersee von Mac-User Andreas Göldi)

Nigeria- und Kenia-Connections investieren jetzt auch in Firmen

Peter Hogenkamp, 7. November 2006 um 9.48 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

He Leu, hier ist Dein Business Angel:

Guten Tag peter.hogenkamp,

Mein Name ist Herr George Jones von Kenia,Ich habe Ihre Anzeige im Internet gelesen.Ich arbeite schon seit vielen Jahren hier in Kenia in einem Hotel.

Ich komme geburtig aus Deutschland. Ein bekannter Gast, ein Ex-Minister,mochte in Deutscchland Geld investieren. Er bat mich ihm zu helfen da ich Deutsch spreche.

Ich frage hiermit in seinem Namen ob Sie daran interessiert waren, wenn der Minsiter sein Geld in Ihr Unternehmen investiert, als stiller Teilhaber.Er mochte 10.8 Millionen US$ in bar ins Land bringen. Auf Grund seiner hohen Position darf von diesem Geschaft nichts an die Offentlichkeit dringen.

Ich bitte Sie diese Angelegenheit streng vertraulich zu behandeln. Es ware ein Skandel, wenn in Kenias bekannt wurde das ein Minister sein Geld ins Ausland bringt. Fur Ihr vertrauen gibt der Minister Ihnen 30% von den 10.8 Millionen US$ und ich bekomme auch 10% von 10.8 Millionen US$.
Bitte setzen Sie sich mit mir in Verbindung um den Kontakt zum Minister herzustellen. Das Geld wir in bar nach Europa gebracht und ausgezahlt.

Ich werden dann auch extra nach Europa reisen um meinen Anteil abzuholen. Die Kosten die in diesem Geschaft entstehen werden durch Sie und mich geteilt und sofort von der Provision abgezogen. Wenn Sie interessiert sind, dann antworten Sie mir bitte so schnell wie moglich.Ich bitte um Ihr Vertraue und um 100% Diskretion.

Falls dies fuer Sie von Interesse sein sollte,wuerde ich Sie bitten mit uns in Kontakt zu treten. Zu diesem Zwecke senden Sie mir bitte Ihre Persönliichen Daten wie Voll Namen, Adresse Telefon-,und Fax nummer ihre vertrauliche E-mail Adresse, damit ich Ihnen die relevanten Details dieser Offerte zukommen lassen kann:georgejjons@msn.com

Mit freundlichen Grüßen,
Herr George Jones.

Ich vermisse etwas Mrs. Munirat Abacha, the wife of Mohammed Abacha, son of the Late head of state of Federal Republic of Nigeria und die ganze Sippe. Aber ich nehm dann auch gern 10% für den tollen Hinweis.

Hauptstadt mit B? - “ähm, weiter”

Peter Hogenkamp, 7. November 2006 um 0.14 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Dieses Blog ist nun seit rund einem Monat online. Habe keine sinnvollen Zugriffszahlen vom Oktober, weil ich noch kein Tool installiert hatte, aber das habe ich jetzt nachgeholt, und jetzt habe ich ja auch diese hübsche, subtile Werbung online. Höchste Zeit, endlich Traffic zu bolzen, am besten durch billige Polemik der Marke “Deutschland gegen Schweiz”.

Ich höre im Auto immer SWR3, bis der Empfang abreisst, dann weiche ich auf andere Sender aus, und das ist oft mit viel Leiden verbunden. DRS3 mag ich eigentlich, sowohl die Musik wie auch die Wortbeiträge - nur wenn sie Spiele mit den Hörern machen, oje, dann muss ich schon manchmal fragen, liebe Gastlandsleute, ob Ihr eigentlich so wahnsinnig nervös seid, wenn Ihr live im Radio seid, oder… nun ja, oder ob es andere Gründe gibt.

Besonders, wie soll ich sagen, auf eine Art “beeindruckt”, bin ich jeweils von Euren Leistungen beim Radio-Quiz “ABCDRS3″. Das beschreibt der Sender so:

ABCDRS3 weckt schon am frühen Morgen die grauen Zellen: Es gilt auf einen vorgegebenen Buchstaben des Alphabets in 45 Sekunden auf einfache Fragen eine richtige Antwort geben, die mit dem immer gleichen Buchstaben beginnt. Wer zwölf richtige Antworten erreicht: Bingo! Gewonnen! Sind es weniger: Pech, beim ABCDRS3 «durchgefallen».

Das Quiz hörte ich zuletzt am vorletzten Freitag um 7.50 Uhr (Streaming-Link hinter dem Lautsprecher-Icon, Quiz ab 5:07 min.).

Die Teilnehmerin “Rachel” (englisch ausgesprochen natürlich) war abgelenkt, weil sie im Auto sass mit ihren drei Kindern auf der Rückbank. Dafür habe ich vollstes Verständnis? Aber, so als Idee, vielleicht sollte man in so einer Situation einfach mal nicht beim Radio anrufen?

Gesucht waren diesmal Wörter mit dem Anfangsbuchstaben “B”. Die Fragen und Räidschels Antworten:

  1. nicht treu sein? - “äh, weiter”
  2. europäische Hauptstadt? - “ähm, weiter”
  3. noch eine Hauptstadt? - “weiter”
  4. wächst im Gesicht? - “(ungläubig) im Gesicht??? äh, weiter”
  5. zum Blätter zusammenheften - “äh, Bostich”
  6. Veranda - “weiter”
  7. Nähmaschine oder Pass? - “weiter”
  8. das essen wir zum Frühstück? - “Brot”
  9. dort gehen wir es kaufen? - “Bäckerei”
  10. die Heilige Schrift? - “ähhh, zehn Gebote, nein: Bibel!”
  11. Job? - “Beruf”
  12. Erlaubnis? - “ohhh”

(Signal, dass die 45 Sekunden vorbei sind.)

Moderatorin: “Ja, das war aber auch sehr schwierig.”

Hilfe!

 

 

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WARNING:
Your SkypeIn number expires in 30 days

Peter Hogenkamp, 7. November 2006 um 0.10 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Mag mich mal irgendjemand zu irgendeinem beliebigen Thema auf meiner SkypeIn-Nummer 044 586 87 89 anrufen? Dann hätte mich wenigstens mal einer angerufen.

========================================================================
============== THIS IS AN AUTOMATED MESSAGE, DO NOT REPLY ==============
========================================================================

Hello Peter Hogenkamp,

you have the following SkypeIn number: +41445868789. This number will expire in 30 days. If you want to continue using this number, you should extend it immediately.

== What do I need to do? ==

Log on to our webstore at http://www.skype.com/go/store to extend your number. You can extend it by 3 or 12 months. After you make the payment, the validity of your SkypeIn number will be immediately extended and you will continue to receive calls on this number.

== Why does my SkypeIn number expire? ==

You buy SkypeIn numbers for 3 or 12 months. When the number expires, it stays reserved to you for 90 days so you could still get the same number back even after its expiry. However, we suggest you extend your SkypeIn number immediately so that you won’t have any interruptions in the service.

Thank you very for much for using Skype and best regards,
The people at Skype

Jabba hat mich da damals mit einem total adrenalingeschwängerten “Habenwollen”-Post im namics-Blog reingezogen, und ich hab 30 Euro ausgegeben für nichts und wieder nichts. Nehme nicht an, dass Du Provision bekommst, aber gib mir als kleine Entschädigung mal ein Bier aus, wenigstens!

Merke: Ein Use Case, ein einziger klitzekleiner Use Case mit einer Wahrscheinlichkeit grösser 0.00 wäre nicht schlecht, bevor man IT-Lösungen anschafft.

Sunrise posaunt seine Pitches durch den ganzen Zug

Peter Hogenkamp, 6. November 2006 um 18.31 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Wie hier schon mehrfach berichtet ist es äusserst nervig, wenn man mit Leuten im Zug sitzt, die die ganze Zeit am Natel hängen und den halben Wagen akustisch verpesten. Lustig wird es dann, wenn sie Sachen besprechen, von denen man selbst ein bisschen was weiss (aus der Presse und aus Blogs) und ahnt, dass sie eigentlich lieber nicht im Zug verbreitet werden sollten.

Im Moment sitzt hier jemand (wir sind inzwischen deutlich hinter Winterthur und gerade beim fünften Telefonat in Serie) und macht seit Zürich in Saalstärke Termine über die “Ausschreibung der Grundversorgung, an der wir ja teilnehmen werden”. Morgen früh als erstes soll ihm jemand Unterlagen bringen, um 10 Uhr hat er eine Vorbesprechung mit Thomas, um halb elf gehen die dann zusammen zum nächsten Termin und so weiter. Habe leider nicht von Anfang an mitprotokolliert, sonst hätte ich jetzt einen ziemlich guten Überblick über seinen Tagesablauf.

Nehme an, der Mann arbeitet für Sunrise. Wenn man schon so rumbrüllt, könnte man doch wenigstens sagen: “Du weisst schon, worum es geht, ich bin im Zug”, oder so. Kann mir nicht vorstellen, dass Jens Alder, Christoph Brand & Co. das lustig fänden, aber mein Handy mit der Kamera ist gerade leer, deswegen heute keine gezielte Blossstellung. Schade.

“Der Zwiebelfisch stinkt vom Kopf her” von Claudius Seidl

Peter Hogenkamp, 6. November 2006 um 13.11 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

Ich will ja nicht unseren eigenen Titel medienlese.com über den Klee selbst loben, aber “6 vor 9“, die kleine, aber feine Rubrik, beschert mir jeden Tag ein Fundstück. Heute ist “Der Zwiebelfisch stinkt vom Kopf her” von Claudius Seidl in der FAZ wirklich lesenswert.

Als Bastian Sicks Zwiebelfisch-Kolumne vor Jahren neu herauskam, ich noch keine Blogs las, aber dafür jeden Tag zehnmal SpOn aufrief, habe ich sie spontan geliebt, oft zitiert, die Kollegen bei Zeix darauf hingewiesen etc. Endlich konnte ich jemanden verlinken, der den Finger genau in die Wunde legen konnte, der sich auskannte und die Fehler beim Namen nannte. Ich merke zwar selbst auch meist, wenn etwas falsch ist, habe aber oft keine Ahnung, wie man es nennt, was die lehrbuchartigen Falsch-Richtig-Beispiele sind und so weiter.

Natürlich habe ich mir dann das erste Buch gekauft und vor ein paar Monaten auch noch das zweite. Wobei ich das zweite gar nicht mehr gelesen habe und die Kolumnen auch nicht mehr lese.

Als ich neulich im Spiegel sah, dass es auch noch eine gebundene Ausgabe gibt (in Umkehrung der üblichen Logik, nach der erst die gebundene und dann das Taschenbuch erscheint, der Verlag will hier offenbar noch ein bisschen abschöpfen; im Harry-Potter-Stil, wo sogar weniger kindlich anmutende gebundene Ausgaben nachgeschoben wurden), und vor allem, als ich mal Ausschnitte seiner Lesungen auf SWR3 hörte, war mir das ganze irgendwie nicht mehr so sympathisch wie zu Beginn. Falsch verwandte Redewendungen haben mein Freund Hardy und ich schon vor 15 Jahren protokolliert, aber diese fiktive Sibylle, die in einem Satz fünf davon braucht, ist doch wirklich eher anstrengend, und vor allem: Man glaubt irgendwann nicht mehr, dass das alles wirklich mitgehört und protokolliert ist, sondern es klingt, als würde Sick sich zuhaus hinsetzen, nach den Regeln der Kombinatorik den Redensartenmultiplikator anwerfen und von den entstehenden Varianten die witzigsten rausgreifen.

Sowieso ist es mir suspekt, wenn das Publikum jedes Wort mit Wiehern quittiert; unvergessen Max Goldt, der einmal in St. Gallen das Publikum anraunzte: “Mein Gott, Ihr lacht ja über alles! Es ist gar nicht alles witzig!”

Insofern ist Claudius Seidl hier einer, der wieder mein latentes Unbehagen in die perfekten Worte fasst. Und für den Nachschlag hole ich meine Wolf-Schneider-Bücher wieder raus und lese die nochmal. Dank an beide.

Nicht alle waren Mörder - aber wie lange noch?

Peter Hogenkamp, 1. November 2006 um 22.51 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Nein, ich behaupte NICHT, dass ich es komisch fände, dass Spiegel Online ein sehr wohlwollende Filmkritik über den ARD-Film “Nicht alle waren Mörder” schreibt, während gleichzeitig im Hintergrund gross das teuerste Werbeformat “Wallpaper” zum Film durchflasht (im Bereich “Kultur” und auf der Home).

SpOn NichtallewarenMoerder 2006-11-01

Was ich dagegen irgendwie sinnlos finde, ist, dass die Werbung um 21.45 Uhr - der Film geht in dieser Minute zu Ende - immer noch läuft. Man muss wohl bis Mitternacht buchen.

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slideshare, das Flickr/YouTube für PowerPoints

Peter Hogenkamp, 1. November 2006 um 18.12 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Drüben bei Fredy geschaut, ob er schon gebloggt hat, dass Christoph Brand CEO von Sunrise wird (hat er natürlich), und vor allem, ob er kommentiert hat, dass Jens Alder nichts damit zu tun hatte. Hat er natürlich auch und auf den Tagi verlinkt, der die besten Alder-Zitate zum Thema bringt:

Alder versicherte, dass er mit der Anstellung Brands nichts zu tun habe: «Ich habe ihn nicht rekrutiert; ich habe ihn nicht kontaktiert und ich habe keinen Vertrag mit ihm geschlossen», sagte er, «das hat TDC getan.»

Alder verwies in diesem Zusammenhang auf ein Abwerbungsverbot, das er bei seinem Abgang bei Swisscom unterschrieben habe und das noch weit ins nächste Jahr hinein gültig sei. Er sei nur um eine Referenz für Brand angefragt worden, die er «natürlich sehr gern» abgegeben habe.

Soviel zum Thema “Papier ist geduldig”.

Nun aber for something completely different. In den neuesten Post SwiNOG #13 hat Fredy Folien von einem Vortrag eingebunden, der seiner Meinung nach “auch für technische Laien einigermassen verständlich” war. Nun, ich verstehe kein Wort, aber das macht nichts, ich finde das von ihm verwendete Tool slideshare spannend.

Hab es gleich mal ausprobiert mit meiner Usability-Präsi vom letzten Samstag. Sehr problemlos alles, dauerte fünf Minuten inkl. Registration und Upload. Man sollte wohl Arial als Schriftart nehmen - Interstate war zwar ins Powerpoint-File eingebettet, aber das scheint nicht zu helfen.

Allerdings muss ich erst ein paar Präsentationen damit anschauen, bevor ich mich zu einem Urteil aufraffen kann, ob dieses Einbetten überhaupt viel zusätzlich nützt im Vergleich zu angehängten PDFs, die man ja auch schnell durchklicken kann. Als Betrachter kann man zum Beispiel Links in den Slides anklicken (sicher sinnvoll) und Kommentare zu einzelnen Slides abgeben. (Was ist der Use Case? Wie findet man die wieder?)

Aber toll ist doch an Web 2.0, das muss man schon zugeben, dass ich mir noch gar nicht im Klaren bin, ob ich das überhaupt sinnvoll finde, da habe ich mich schon registriert, Content eingestellt, vertaggt und alles. Wenn die Software auch nur 19 Dollar kosten würde oder die Mitgliedschaft 4.95, hätte ich das nicht gemacht.

Aber nun mal einen bisschen abstrahiert, was heisst das jetzt für das Web insgesamt? Wir haben schon lange eine Site zum Fotos sharen, eine zum Videos sharen, jetzt eine zum PowerPoint sharen - muss man für jeden Dateityp ein neues Startup gründen? (abgesehen davon, dass Google und Yahoo sowieso alle kaufen)

Würde theoretisch auch eine Art Importfilter reichen? Oder sind die Communities so verschieden, dass das Fileformat doch eine eigene Site fordert? PowerPoint ist dafür ein typisches Beispiel: Während es auf der einen Seite Millionen von Leuten gibt, die nur in Slides denken können (zu denen ich selbst auch gehöre, wenn ich ehrlich bin), gibt es auf der anderen Seite Milliarden, die Slides und Bullets und alles vermutlich ziemlich merkwürdig finden. Brauchen daher die PowerPoint-Enthusiasten ihre eigene Community? Oder ist die Community sowieso nicht soo wichtig, weil man die Inhalte vor allem in Blogs embedded, wo sie Element einer anderen Community sind? (Note to self: Mal rausfinden, wie viele Leute bei YouTube wirklich auf die Site gehen vs. die Videos eingebunden woanders gucken.)

Spannendes Thema, dieses Sharing verschiedener Formate, aus meiner Sicht heute noch nicht abzusehen, was es mit den Daten machen wird. Wir bleiben dran.

 

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Archivspezialist JotSpot??

Peter Hogenkamp, 1. November 2006 um 15.16 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Wer registrierter User bei JotSpot ist, erfuhr es zur Abwechslung mal nicht aus Blogs, sondern per E-Mail, die mich gestern Abend um 19.50 Uhr MEZ erreichte:

JotSpot is now part of Google

Logos Jotspot Google

We’re writing to let you know that Google has acquired JotSpot. We believe this is great news for our users. More importantly, we want to reassure you that you’ll continue to have uninterrupted access to your account.

(vier Absätze gelöscht, pho)

Answers to more frequently asked questions are available at http://www.jot.com. If you have any other questions, please email support@jot.com.

In closing, we wanted to offer our sincere gratitude to you ? our customers ? for believing in us and helping us achieve success. We look forward to continuing that relationship at Google.

Best wishes,
The JotSpot Team

17 Stunden später hat die Nachricht den Weg via AFP zu Spiegel Online gefunden: Google kauft Archivspezialist JotSpot.

Archivspezialist? Wie? “Archivspezialisten” gibt es schon, als solche könnte man zum Beispiel Firmen bezeichnen, die Software herstellen, mit denen man grosse Datenmengen archivieren kann, wichtig in Zeiten von Compliance und so. Nur hat JotSpot damit rein gar nichts zu tun.

Der erste Absatz der Meldung lautet:

Google teilte auf seiner Website mit, dass es die US-Softwarefirma JotSpot aufgekauft hat. Details des neuen Deals wie etwa der Kaufpreis wurden allerdings zunächst nicht bekannt gegeben. Die seit 2004 existierende Firma JotSpot mit ihren 27 Beschäftigten hat sich auf so genannte Wikis spezialisiert. Diese Programme ermöglichen es Internetnutzern, über Websites gemeinsam Kalender, Statistiken, Fotogallerien und Archive zu verwalten und zu bearbeiten.

Das ist zwar nicht ganz falsch, aber es kommt trotzdem glasklar raus, dass der Autor noch nie ein Wiki von nahem gesehen hat, sonst würde er die Aufzählung kaum mit “Kalender” und “Statistiken” beginnen, und auch keine Lust hatte, sich vor dem Runterhacken des Artikels besser zu informieren. Die Lektüre des Wiki-Artikels bei Wikipedia (dort müssen sie es ja wissen) hätte schon geholfen. Aber dass Journalisten nicht googeln, weiss man ja von Stefan Niggemeier. (Zugegeben, der Autor konnte nicht mehr schnell ein Wiki bei JotSpot eröffnen, denn von Google gekaufte Firmen machen immer direkt mit der Mitteilung die Registration dicht, das war bei Writely auch schon so. Vermutlich würde die Publicity gleich nochmal 100′000 Accounts bringen, und die will man nicht mehr.)

Und dass man jetzt auch schon bei AFP nicht mehr weiss, dass man gallery mit zwei l schreibt, Galerie aber mit einem, das ist schon ein bisschen traurig, wenn man es auf Bastian Sicks Homesite liest.

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