Wenn die SBB neun Uhr sagen, meinen sie auch 9.00 Uhr

Peter Hogenkamp, 22. November 2006 um 10.22 Uhr, 10 Kommentare Kommentare

Stehe gerade in diesem Zug in Winterthur:

SBB 858-ab-Winterthur 2006-11-22

Durchsage des Zugführers: “Meine Damen und Herren, bitte beachten Sie, dass in diesem Zug die 9-Uhr-Pässe des ZVV nicht gelten.”

Liegt das jetzt daran, dass er schon um 08:58 losfahren soll, also 2 Minuten vorher, oder dass es ein Zug ist und keine S-Bahn? Auf der entsprechenden ZVV-Seite kapiere ich es auch nicht.

PS. Gerade läuft noch der Mann mit dem Wägeli durch und preist an: “Kaffee, Espresso, Kaffeemaschine.” Nicht schlecht. Ich nehm eine Jura. (Jabba hätte es richtig verstanden.)

Ich in «heute»

Peter Hogenkamp, 22. November 2006 um 2.40 Uhr, 8 Kommentare Kommentare

heute Starbucks 2006-11-21

Mit Toilettenthemen kann man natürlich immer punkten beim Boulevard… :-)

Und wieviel Traffic bringt sowas? Sicher aberhunderte! Ähm… am Mittwoch 30 weniger Visits als am Dienstag. (Update: Einen Tag später waren es dann viermal soviel; ich nehm’s zurück.)

Aber mehrere SMSen und IM-Nachrichten von Freunden, teilweise von lang nicht gehörten. Und das ist schliesslich auch was wert!

Und Peter «Blogwerk» Hogenkamp… ich wollte immer schon einen zweiten Vornamen*, vielleicht sollte ich mir das in den Pass eintragen lassen?

 

* falls ich mal so einen Samsonite-Koffer kaufe, auf den man drei Initialen rubbeln kann — ich sag aber nicht, wer das vor 15 Jahren hatte…

Starbucks’ customer service not entirely pleasing

Peter Hogenkamp, 20. November 2006 um 9.58 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Der Erfolg von “Starbucks” beruht angeblich unter anderem auf der tollen Firmenkultur, über die es sogar diverse Bücher mit euphorischen Titeln wie “The Gospel According to Starbucks: Living with a Grande Passion” und diverse Fallstudien wie diese hier gibt. Auszug:

Howard Schultz strongly believed that Starbucks? success was heavily dependent on customers having a very positive experience in its stores. This meant having store employees who were knowledgeable about the company?s products, who paid attention to detail, who eagerly communicated the company?s passion for coffee, and who had the skills and personality to deliver consistently pleasing customer service.

Ich war in den USA erst ein paar Mal bei Starbucks und kann es nicht wirklich beurteilen. Was ich sagen kann: In der Schweiz ist davon nicht viel zu spüren.

Hier ist es zunächst mal teuer wie verrückt, für eine heisse Schoggi Medium, ein San Pellegrino und ein “Fruit & Yoghurt 280 g” zahlt man Siebzehnfrankenirgendwas (immerhin, sie haben Laptop-Steckdosen, wie man sieht - das ist ein klarer Pluspunkt):

20112006563

Wenn man dann eine halbe Stunde später sehr freundlich um dem Code für die mit junkiefeindlichem Blaulicht beschienenen Toiletten bittet, wird sehr eindringlich zurückgefragt, ob man denn auch Gast sei, weil das Kurzzeitgedächtnis der Bedienung offenbar nicht lang genug zurückreicht. Ich stand dort im Pullover, während man ja eigentlich Mitte November eher mit Jacke unterwegs ist, und antwortete: “Sonst würde ich nicht fragen”; angesichts des weiteren Zögerns doppelte ich nach: “Ich habe da hinten Zeug für siebzehn Franken stehen.” Sehr zögerlich verriet mir die Bedienung “E55″, wobei man aus Gesichtsausdruck und Stimmlage eindeutig rauslesen konnte, dass sie mir keinen Deut glaubte.

Hab dann wenigstens noch ein Foto gemacht, bei dem sie sich gleich hinter der Kollegin versteckte (hinten schaut körperbaubedingt noch ein Stück raus) und nur von dort aus trötete: “Das haben wir hier eigentlich nicht so gern!”

20112006565

Ich bin ja nicht nachtragend, also probieren wir es ein anderes Mal wieder mit dem “consistently pleasing customer service”.

Spiegel Online macht “Satire” auf Kindergartenniveau

Peter Hogenkamp, 14. November 2006 um 7.44 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

SpOn SPAM 2006-11-14Unter dem komischen Namen “SPAM“, was vielleicht ein Akronym sein soll, aber man weiss nicht wofür, versucht sich Spiegel Online in Satire.

Der Zusatz “nur für begrenzte Zeit” wirkt dabei wie ein Versprechen, denn die Gags lesen sich, na ja, als versuchte ein Nachrichtenmagazin, lustig zu sein.

Am schlechtesten ist die Aufmachung. Man muss jedes Mal klicken, um den “Witz” anzuschauen. Dieser Zusatzaufwand macht es noch schwerer zu ertragen.

Entwarnung im Puff!
“Axel Schulz’ Schwester arbeitet im Puff”, sorgt sich die “Bild”-Zeitung heute großflächig. Was in dem - von drei Redakteuren - gut recherchierten Bericht natürlich nicht steht: mehr…

(Liest man bei den “drei Redakteuren” noch ein bisschen Medienkritik an der Bild mit raus? Die wird leider in wenigen Sekunden verschüttet, sobald man auf “mehr…” klick.)

Sie arbeitet als Rausschmeißer: Knuff, zack, puff!

Knuff, zack, puff? Puff?? Ha ha! Seit dem letzten “Lustigen Taschenbuch” nicht mehr so gelacht!

Zur Schmerzlinderung schnell jemanden gelesen, der sich damit auskennt: Titanic. Auf der frisch renovierten Website (ich kann mich noch gut erinnern, wie vor acht Jahren im Impressum stand “wir brauchen keine Website” oder so, aber wir waren ja alle mal jung) sind die “Briefe an die Leser” online:

Und wie, »Sanftreinigung Weiße Rose«, Kiel, machst Du eigentlich Werbung:
auf Flugblättern?
Freundlichst: Titanic

Danke!

Blog-Umsätze veröffentlicht:
riesenmaschine.de

Peter Hogenkamp, 13. November 2006 um 8.42 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

aus: “Die vernetzten Helden der Arbeit” im Schweizer Nachrichtenmagazin “FACTS”:

Lohnt es sich finanziell? Immerhin: rund 40 000 Euro erwirtschaftet ihr Riesenmaschine-Blog jährlich. Werbefinanziert, wie Friebe konstatiert.

Wenn’s stimmt: Glückwunsch! Und ich dachte, ich kauf mal lieber das Buch, damit die Kollegen nachts um halb vier noch ein Bier mehr trinken können… Hab es noch nicht durch, aber im Interview von Mario Sixtus hab ich schon gehört, wer ich bin: “der GmbH-Gründer”, nicht wirklich angeekelt ausgesprochen, aber doch mit einiger Distanz. :-)

Deutsche Telekom:
Schrumpfen auch politisch gewollt?

Peter Hogenkamp, 13. November 2006 um 0.36 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Ob es richtig ist, dass die Deutsche Telekom Kai-Uwe Ricke rausschmeisst, kann ich nicht beurteilen. Ich kenne inzwischen den deutschen Markt nur noch vom Hörensagen aus den Medien. In “heute” und in der “Tagesschau” war die Personalie jedenfalls die Topmeldung. 1.5 Millionen Kunden habe Ricke verloren - das klingt natürlich dramatisch. Und mit René Obermann rutscht einer nach, der in seinem Bereich Wachstum verzeichnen konnte. So weit, so simpel?

Nö, an der Stelle wird’s eher etwas absurd. Denn die verloreren Kunden sind natürlich vor allem in der Festnetzsparte T-Com verloren gegangen, und als Ex-Monopolist kann man natürlich nur verlieren. Was soll man denn sonst machen, wieder auf 100% wachsen? Wie soll das gehen? Man kann auch die Preise nicht auf das Niveau der Mitbewerber senken; das wäre saublöd, denn viele Leute sind ja zu lethargisch zum Wechseln, und deren “Konsumentenrente” muss man möglichst weit abschöpfen, so haben wir es in VWL gelernt. Also muss man sich damit abfinden, ein bisschen zu schrumpfen und nur schauen, dass es nicht zu schnell geht. Zugegeben, 150′000 Kunden im Monat sind da eine ganze Menge.

Obermann dagegen kommt aus einem Wachstumsbereich - Kunststück als Chef von T-Mobile, der Sparte mit eingebautem Wachstum und teilweise gezielter Kannibalisierung der Schwester durch Tarife wie T-Mobile@home. Natürlich muss man das Wachstum auch noch managen, wobei man sich vermutlich klüger oder dümmer anstellen kann, und offenbar haben sie vieles richtig gemacht, vor allem in den USA. Aber beim Kauf von Voicestream 2001 (für 35 Milliarden Dollar!) war Obermann noch nicht Chef von T-Mobile - sondern Ricke. Das Rezept, dass einfach immer der Chef von T-Mobile neuer Chef vom Ganzen wird, weil der ja Wachstum kann, scheint aber etwas schlicht. Diese Tatsache kommentieren heute nicht viele; newsclick.de macht’s:

Déjà vu beim rosa Riesen: Der Aufsichtsrat drückt wieder den Schleudersitz-Knopf am Chefsessel der Telekom ? ein wackeliges Möbelstück, wie schon Ex-Vorstandsvorsitzender Ron Sommer erfuhr. Diesmal muss Kai-Uwe Ricke dran glauben. Ironie der Geschichte: Nachfolger soll auch diesmal ein bis dato loyaler Chef der Mobilfunksparte werden. Heute heißt er René Obermann ? als Sommer flog, hieß er Ricke.

Ich habe vor zwei Jahren Jens Alder in einem Vortrag gehört, als er noch Chef der Swisscom war. Der wurde damals immer wieder gefragt, warum Swisscom trotz hoher Gewinner Stellen abbaue. Er sagte zumindest bei dieser Gelegenheit ganz emotionslos: “Dass wir schrumpfen, ist politisch gewollt, die Regulierung ist so angelegt. Würden wir nicht mehr schrumpfen, würde man das anpassen, bis es wieder passiert.” Wenn man also nicht wachsen könne, müsse man halt Stellen streichen. Das klang recht einleuchtend. Um Wettbewerb zu schaffen, muss ja der Staat zu Beginn dem Monopolisten die Kunden wegreissen und sie den neuen Wettbewerbern zuschanzen - die Frage ist, wann er damit wieder aufhört. (Dass er an dem Ex-Monopolisten meist auch noch eine relevante Beteiligung hält und Gewinne erwartet, und dass Arbeitsplatzverluste in relevanter Grössenordnung immer ein Politikum sind, macht die Lage nicht übersichtlicher.)

Wie gesagt kann ich nicht beurteilen, wieviel vom Schrumpfen der Deutschen Telekom Produkt dieser regulatorischen Eingriffe ist und wieviel Unfähigkeit. Dass sie in dem ganzen Konvergenzgerangel einfach langsamer ist als die kleineren Herausforderer, ist sicher richtig, aber auch fast wieder systembedingt.

So oder so, es führt kein Weg daran vorbei: Ab genau morgen früh verliert René Obermann die Kunden - bei Feierabend um 17 Uhr sind schon wieder die ersten 5000 weg, die auf sein Konto gehen.

Testpost

Peter Hogenkamp, 12. November 2006 um 20.15 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Muss das mit den zu grossen Zeilenabständen mal testen. Sorry für leeren Traffic.

Update: Hab’s nicht rausgefunden. Mache alles gleich wie bei den anderen Blogs, auch die Stylesheets sind überall identisch, nur hier ist immer eine Leerzeile zuviel. Schöner Mist.

Zwei Barcamps in Deutschland

Peter Hogenkamp, 12. November 2006 um 14.37 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Via Webworkblogger (super Titel, nur schade, dass ‘blogger’ nicht auch mit ‘w’ anfängt).

BarCampZurich war eine tolle Sache. Würde es wieder tun. Nun kommen zwei Barcamps nach Deutschland:

barcamp cologne standard[1]

Barcamp Cologne: 24./25.11.2006 in den Büros der QSC AG in Köln

barcampnuernberg[1]Barcamp Nürnberg: 16. und 17.12.2006 in den Büros von LBCN und Novell in Nürnberg

Leider beides ungünstige Termine, am ersten habe ich was anderes vor, und der andere, das Wochenende vor Weihnachten, nee, das ist nicht der beste Termin.

Schade drum.

“Orange8″, wie die Telefonfirma

Peter Hogenkamp, 10. November 2006 um 9.34 Uhr, 5 Kommentare Kommentare

Lustig im selben Klein Report wie das hier fand ich auch noch jenes:

Internetdienstleister Orange8 Interactive AG baut aus

Der Internetdienstleister Orange8 Interactive in Biel hat sechs neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bereichen Beratung, Grafik und IT an Bord genommen und zählt heute einen Bestand von 24 Personen. Dies gab das Bieler Unternehmen am Donnerstag bekannt, das mit der Mobiltelefonfirma gleichen Namens nichts zu tun hat . (…)

“Die Mobiltelefonfirma gleichen Namens”? Fehlt bei der Mobiltelefonfirma nicht die 8? Hallo Bramwell, ich weiss, Euch gibt’s seit 1998, und Orange Schweiz erst seit 1999, aber Du hast trotzdem ein Branding-Problem, sorry…

Firefox 2.0 crasht leider dauernd

Peter Hogenkamp, 8. November 2006 um 12.44 Uhr, 6 Kommentare Kommentare

Vorgestern Abend auf Firefox 2.0 upgedated. Seitdem etwa zehnmal abgestürzt. Doof.

Zugegebenen, die “Sitzungswiederherstellung” funktioniert hervorragend, und sie haben sogar die Abfrage rausgeschmissen, welche Sitzung man wiederherstellen wollte, aber gar nicht abstürzen wäre irgendwie noch cooler.

Firefox Sitzungswiederherstellung 2006-11-08