Starbucks’ customer service not entirely pleasing

Peter Hogenkamp, 20. November 2006 09:58 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Der Erfolg von “Starbucks” beruht angeblich unter anderem auf der tollen Firmenkultur, über die es sogar diverse Bücher mit euphorischen Titeln wie “The Gospel According to Starbucks: Living with a Grande Passion” und diverse Fallstudien wie diese hier gibt. Auszug:

Howard Schultz strongly believed that Starbucks? success was heavily dependent on customers having a very positive experience in its stores. This meant having store employees who were knowledgeable about the company?s products, who paid attention to detail, who eagerly communicated the company?s passion for coffee, and who had the skills and personality to deliver consistently pleasing customer service.

Ich war in den USA erst ein paar Mal bei Starbucks und kann es nicht wirklich beurteilen. Was ich sagen kann: In der Schweiz ist davon nicht viel zu spüren.

Hier ist es zunächst mal teuer wie verrückt, für eine heisse Schoggi Medium, ein San Pellegrino und ein “Fruit & Yoghurt 280 g” zahlt man Siebzehnfrankenirgendwas (immerhin, sie haben Laptop-Steckdosen, wie man sieht - das ist ein klarer Pluspunkt):

20112006563

Wenn man dann eine halbe Stunde später sehr freundlich um dem Code für die mit junkiefeindlichem Blaulicht beschienenen Toiletten bittet, wird sehr eindringlich zurückgefragt, ob man denn auch Gast sei, weil das Kurzzeitgedächtnis der Bedienung offenbar nicht lang genug zurückreicht. Ich stand dort im Pullover, während man ja eigentlich Mitte November eher mit Jacke unterwegs ist, und antwortete: “Sonst würde ich nicht fragen”; angesichts des weiteren Zögerns doppelte ich nach: “Ich habe da hinten Zeug für siebzehn Franken stehen.” Sehr zögerlich verriet mir die Bedienung “E55″, wobei man aus Gesichtsausdruck und Stimmlage eindeutig rauslesen konnte, dass sie mir keinen Deut glaubte.

Hab dann wenigstens noch ein Foto gemacht, bei dem sie sich gleich hinter der Kollegin versteckte (hinten schaut körperbaubedingt noch ein Stück raus) und nur von dort aus trötete: “Das haben wir hier eigentlich nicht so gern!”

20112006565

Ich bin ja nicht nachtragend, also probieren wir es ein anderes Mal wieder mit dem “consistently pleasing customer service”.

» Weitere

» Nächster Artikel: Ich in «heute»
» Älterer Artikel: Spiegel Online macht “Satire” auf Kindergartenniveau

» Drucken
» Merken/E-Mail

3 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Roger Tinner

    schrieb am 20. November 2006 um 14:53 Uhr (#)

    Ich war dabei und kann jetzt meinen Freunden erzählen, dass ich mit jemandem Kaffee bei Starbucks getrunken habe, dem man nicht mal den CODE geben wollte. Is ja auch was!

  2. Shark

    schrieb am 22. November 2006 um 11:59 Uhr (#)

    Ah, ein Simpsons-Fan! :D

  3. Shark

    schrieb am 22. November 2006 um 12:01 Uhr (#)

    P.S.: Ah, und jetzt klingelt’s… Tinner, das war die Ära vor der hysterischen Kommunikation an der HSG!


Einen Kommentar schreiben

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen. Mehr dazu in unseren Kommentarregeln.

  • Blogwerk Blogs

  • Abonnieren

    •  » Was ist das?
    • RSS Beiträge per RSS
    • RSS Kommentare per RSS
    •  » Artikel per E-Mail
    • Aktuell 0 Abonnenten

      • Über Blogwerk

      • Google Friend Connect